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Verabschiedung
der Absolventen von Berufskolleg I & II
Studienrat Michael Ries, der neue Leiter des
Berufskollegs der Johann – Philipp – Bronner Schule Wiesloch, begrüßte am
15. Juli die in der Aula des Berufsschulzentrums anwesenden Absolventen,
Lehrerinnen und Lehrer zu einer kleinen Feierstunde. 80 Schülerinnen und und
Schüler hatten die Abschlussprüfungen bestanden. Erstmalig absolvierten 22 Schülerinnen
und Schüler das an der Bronner Schule neu eingerichtete Berufskolleg II,
das mit der Fachhochschulreife bzw. dem Abschluss
„Wirtschaftsassistent/-in“ endet.
In seiner Ansprache gratulierte der Ständige
Vertreter des Schulleiters, Studiendirektor Thomas Christ, den Absolventen zunächst
einmal dafür, dass sie die Herausforderung der Abschlussprüfung angenommen und
bewältigt hätten. Jetzt komme die große Erleichterung und die Zufriedenheit
mit der eigenen Leistung – zu recht. Diese Feier heute habe etwas Besonderes:
„Wir entlassen zum ersten Mal einen BK2-Jahrgang.“ Bisher mussten die
Absolventen des Berufskolleg I die Fachhochschulreife an anderen Schulen
erwerben.
Thomas Christ fuhr fort: „Viele der
anwesenden Schüler werden nun den Schonraum Schule verlassen, hinaus in die
Freiheit.. Endlich! Tun und lassen zu können was man will, ist das nicht der
Wunsch eines jeden von uns? Wie kann dann der Philosoph J. P. Sartre behaupten :
‚Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt’? Verurteilung erinnert doch eher an
Freiheitsentzug, das klingt doch ziemlich widersinnig! Wie könnte das gemeint
sein? Freiheit bedeutet, wählen zu können, sich zwischen mehreren Möglichkeiten
entscheiden zu können. Bei näherem Betrachten erkennt man jedoch, dass man
sich nicht nur entscheiden darf, sondern dass man sich immer auch entscheiden
muss. Und dass man dafür auch noch die Verantwortung zu tragen hat. Das ist,
wie wir alle wissen, oft ausgesprochen unangenehm. Angenehmer ist es jedenfalls,
wenn man, nachdem sich die eigene Entscheidung als ungünstig erwiesen hat, die
Schuld einem anderen zuschieben kann. Freiheit hat also auch etwas Belastendes.
Vielleicht versuchen deshalb so viele Menschen, sich Entscheidungen abnehmen zu
lassen, indem sie sich jemandem anschließen: einem Führer, einem Guru oder
einfach nur dem Mainstream, der öffentlichen Meinung. Viele glauben fälschlicherweise,
wenn sie andere für sich entscheiden lassen, machen sie nichts falsch - aber
ihre Gefolgschaft ist auch eine Entscheidung. Umwelt, Gesellschaft,
Globalisierung, Terrorismus Arbeitslosigkeit, Armut und wie die Probleme unserer
heutigen Zeit auch alle heißen mögen: Ihr müsst entscheiden, wie ihr ihnen
begegnen wollt, und ihr müsst die Verantwortung dafür übernehmen.“ Thomas
Christ schloss seine Ansprache: „Wir wünschen euch – auch für die vielen
persönlichen Entscheidungen auf eurem Lebensweg - den nötigen Mut und viel Glück!“.
Kristina Schäfer (BK I,1) drückte, stellvertretend für alle Schülerinnen und
Schülern, ihre Freude über die bestandene Abschlussprüfung aus. Das vorerst
gesetzte Ziel sei erreicht. Bis dahin habe es zwar Rückschläge gegeben, aber
auch Motivationsschübe und neue Freundschaften. Ob der Beginn einer
Berufsausbildung oder der Übergang zum Berufskolleg II, alle Absolventen könnten
sich auf die nächsten Schritte freuen. Helen Baumgärtner (BK I,1) hatte für
die Anwesenden eine Diashow vorbereitet, die einen informativen Rückblick auf
die Studienreise nach Prag und eine Wanderung zum Weinbiethaus bei Neustadt ermöglichte.
Und dann gab es von den Klassenlehrern Evelyn Gleich, Klaus Rothmaier und Günter
Trunk das lange erwartete Abschlusszeugnis. Ein weiterer Höhepunkt der
Veranstaltung: eine von Dietrich Sommerfeld u.a. vorbereitete Computeranimation
„Szenen aus dem vergangenen Schulalltag“ im Stil der Southpark
Zeichentrickserie. Heiter endete so die Feierstunde zur Verabschiedung der
Absolventen von Berufskolleg I & II.
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