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„move“ in der Bronner Schule

     
Die den Seminarkurs „Mobilität“ betreuenden Lehrer Cornelia Geider-Starke und Günter Pfeiffer hatten am 18. November Wolfgang Widder, den Projektleiter von „move“, in die Johann-Philipp-Bronner Schule eingeladen, damit er die anwesenden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 1 über diesen in unserer Region laufenden Versuch informiert. Und das tat Wolfgang Widder dann auch: präzise, engagiert, kompetent. Oberstudiendirektor Reinhard Müller, der Leiter der Bronner Schule, ließ es sich nicht nehmen, den Projektleiter von „move“ persönlich zu begrüßen und den hohen Stellenwert dieser Bewegung zu betonen. Bei dieser Gelegenheit machte Reinhard Müller noch einmal deutlich, dass wer den Seminarkurs belege, zumindest das fünfte Prüfungsfach ersetzen könne.
   

 Wolfgang Widder, von Hause aus Psychologe, Mobilitätsberater der Stadt Weinheim und von IKEA, berichtete, dass „move“  aus Grünem Gedankengut erwachsen war: konnte man von Umweltschutz sprechen und gleichzeitig so gut wie jeden Weg per Auto zurücklegen? Diesen Widerspruch habe man mit einer Initiative Fahrgemeinschaftsförderung lösen wollen. Erste Projekterfahrungen habe man am Nadelöhr Alt-Wiesloch gesammelt. Das Ziel: Reduzierung des Autoverkehrs zwischen 6:30 und 8:30 um 10% und eine Verkürzung des Staus (Zeit und Länge). Außerdem wollte man den Besetzungsgrad eines Autos von durchschnittlich 1,3 Personen auf 1,4 Personen erhöhen. Gelänge gerade das Letztere, so hätte man das Stauproblem in Alt-Wiesloch beseitigt. Das setzte eine neue Mobilitätskultur voraus: „move“ war geboren: mo = Mobilität bewahren & ve = Verkehr sparen.
   
Einmal sollte man mehr Wegstrecken mit Bus oder Fahrrad zurücklegen, andererseits seine Mobilität flexibler gestalten und Autofahrten effizienter organisieren. Zur Durchführung des Projekts benötigte man viele engagierte Helfer. Mehrere Kampagnen wurden durchgeführt. Beispielsweise im Jahre 2008 „4 statt 5“, d.h. jede 5. Fahrt sollte nicht mit dem Auto unternommen werden. Diese zwanzigprozentige  Einsparung kann  Verkehrsprobleme zumindest reduzieren. In dieser Zeit seien einigen Bürgern die Vorteile des Busfahrens erstmalig bewusst geworden. Wolfgang Widder erzählte von der www.mifaz.de/wiesloch, der Mitfahrzentrale gerade auch für kürzere Fahrstrecken. An Schulen wurden Elternhaltebuchten eingerichtet, ein Schnellbus Schatthausen - Bahnhof Wiesloch/Walldorf, Geschwindigkeitsanzeigetafeln und Radfahrgemeinschaften für Fünftklässler.

   

Die Aktion „Wir sparen 1 Million (Kilometer)“ hat immerhin 140.000 Km in die „Spardose“ gebracht. Viele Aktionen waren erfolgreich, allerdings konnten sie wegen Personalmangels oft nicht wiederholt werden, so dass die Resonanz in der Bevölkerung ebenfalls zurückging. Das Projekt „Car-Sharing“ hingegen sei erstaunlich nachhaltig erfolgreich. Im Zeitalter von Handy und Navigationssystemen sei auch das „Trampen“ wieder in Mode gekommen.
   
Über diese modernen Kommunikationsmittel könne man spontane Mitfahrgelegenheiten organisieren. Die immer weiter fortschreitende Vernetzung, wie z.B. Facebook, könne ebenfalls helfen freie Autositze zu vermarkten. Dabei könne man Ängsten vorbeugen, indem man sich als Mitfahrer und Autofahrer registrieren ließe. Mehr könne man unter www.move21.de erfahren. Die anwesenden Schülerinnen und Schüler erhielten viele Impulse für ihre Seminararbeit und Wolfgang Widder versprach weitere Unterstützung.

 

 

 

 

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