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Am 9. Juli war
Lokaltermin bei Betty Barclay in Nussloch. Der Grund: erstmalige Präsentation
der Jahresarbeit: Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen
Berufsschule der Johann- Philipp- Bronner Schule, Wiesloch trugen gekonnt
ihre Themen vor. Beate Hamsch, Ausbilderin bei Betty Barclay begrüßte
die anwesenden Schüler, Ausbilder und Lehrer: Sie freue sich, die Schule
einmal im Hause zu haben. Die Jahresarbeit, ein Projekt zwischen der Kaufmännischen
Berufsschule und interessierten Ausbildungsbetrieben in der Region, wurde
ins Leben gerufen, um die vom Kultusministerium geförderte
Lernortkooperation zu stärken. Ein Jahr lang erarbeiten Auszubildende
teamorientiert und selbstorganisiert einen innerbetrieblichen Geschäftsprozess,
dokumentieren ihn umfassend und präsentieren die Ergebnisse vor
Ausbildern und Lehrern in einem der beteiligten Unternehmen. Die Bewertung
erfolgt durch Ausbilder und Fachlehrer gemeinsam. Studiendirektor
Walter Kenz, der Leiter der Kaufmännischen Berufsschule der Bronner
Schule, Wiesloch betonte, dass
die Jahresarbeit Qualitäten bei Schülern entdecken ließe, die im
Unterricht so nicht zum Ausdruck gebracht werden könnten. Mit diesem
Projekt möchte die Leitung der Johann- Philipp- Bronner Schule die duale
Partnerschaft mit den vielen Ausbildungsbetrieben der Region vertiefen.
Die fünf ersten Präsentationsgruppen informierten ihr Publikum über die
Bearbeitung von Eingangsrechnungen (Betty Barclay), wie ein Stromanschluss
entsteht (EnBW), über einen Geschäftsprozess vom Angebot bis zur
Bezahlung der Ware (Trost Ziegel), über den Ablauf eines
Beschaffungsvorgangs (KS Gleitlager) und über die Eröffnung eines Shops
(Betty Barclay). Alle Auszubildenden setzten gekonnt OH- Folie, Flip-Chart
und Power Point ein, um ihre Ausführungen zu veranschaulichen. Was heute
bei Betty Barclay von angehenden Industriekaufleuten geboten wurde, wird
in ähnlicher Weise in den Berufsbildern Groß- und Einzelhandel an der
Johann- Philipp- Bronner Schule durchgeführt. Die Lernortkooperation soll
u.a. die Qualität der Ausbildung und die Motivation des Auszubildenden
erhöhen. Eine enge Verzahlung zwischen Praxis und Schule soll erreicht
werden. Außerdem Lernbarrieren abgebaut werden.
Die Jahresarbeit ist eine
Ergänzung des bereits seit Jahren an der Kaufmännischen Berufsschule
praktizierten Berufsorientierten Projekts (BOP). In diesem Jahr
informierten Büro- und Industriekaufleute über die Lücken in der herkömmlichen
Altersversorgung und überzeugten die Anwesenden in der Aula des
Berufsschulzentrums von der Notwendigkeit einer privaten Absicherung. Ändere
sich an dem gegenwärtigen System nichts, so die Schüler, müsste im
Jahre 2040 jeder Arbeitnehmer „seinen“ Rentner mit ernähren. Ein
weiteres BOP von Bürokaufleuten veranschaulichte das Thema Berufskleidung
und gepflegtes Äußeres im Betrieb mit einer kleinen Modenschau und die
Anwesenden erfuhren anhand von Spielszenen etwas über die Auswirkungen
von Mobbing im Büro. Die angehenden Großhändler wiesen die Zuhörer in
die Geheimnisse des Aufbaus einer Homepage ein und ein Sketch
verdeutlichte Probleme beim Einkaufen im Internet. Fitness am Arbeitsplatz
war das Thema der Industriekaufleute der Bronner Schule, Wiesloch. Hier
wurden z.B. Betriebe der Region über die Fitnessangebote für die
Belegschaften befragt. Jahresarbeit und Berufsorientiertes Projekt dienen
beide dem Zweck, Methoden- und Sozialkompetenz der Auszubildenden zu stärken. |