Die Verabschiedung der Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Berufsschule (KBS) der Johann- Philipp-Bronner Schule, Wiesloch fand in der Aula des Berufsschulzentrums statt. Die Begrüßung der Auszubildenden, Ausbilder, Lehrer und Gäste erfolgte durch den Leiter der KBS, Studiendirektor Walter Kenz. Das Motto der diesjährigen Feierstunde lautete: „Wer nicht versucht, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein!“ In seinen Eröffnungsworten sprach Walter Kenz u.a. das „Duale Ausbildungssystem“ an, bei dem die Schule die Auseinandersetzung mit theoretischen Inhalten, und der Ausbildungsbetrieb das tätige Einüben von Fertigkeiten und Verhaltensweisen übernehme. Maria Erhard, aus der Klasse 12/1 des Wirtschaftsgymnasiums, sorgte mit einem Klavierstück von Wolfgang Amadeus Mozart für die musikalische Umrahmung und somit für eine feierliche Stimmung, bevor Studiendirektor Kenz einige Gedanken zur Entlassfeier aussprach. Er bedankte sich bei den insgesamt 51 Ausbildungsbetrieben für die gemeinsame Verantwortung, die 72 Auszubildende in vier verschiedenen Berufsfeldern beschäftigen. 25 Bürokaufleute, 24 Industriekaufleute, 14 Großhandelskaufleute und 9 Einzelhandelskaufleute, darunter zwölf Schüler, die ihre Ausbildung um ein Jahr verkürzt hatten, erwarteten gespannt ihr Abschlusszeugnis. Passend zu dem Motto betonte Kenz, dass der Abschluss einer Berufsausbildung als so genannte „Erstausbildung“ auch Grenzen aufweise, und somit eine Weiterbildung im Beruf erfolgen müsse. Immer wichtiger werde deshalb die Fähigkeit, sich neues Wissen schnell anzueignen und auch schnell anzuwenden, wie z.B. Eigeninitiative und Entscheidungs- und Verantwortungsbereitschaft. Auch die PISA- Studie war ein Schwerpunkt dieser Feierstunde. OISA steht dabei für „Program for International Student Assessment“. Es handelt sich um eine internationale Schulleistungsstudie der OECD, deren erste Ergebnisse Anfang Dezember 2001 die deutsche Öffentlichkeit erschreckte. Hierbei wurden die Leistungen von 15-jährigen Schülerinnen und Schülern in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften gemessen. Der Vergleich dieser Ergebnisse mit den Leistungsstandards der dreißig wichtigsten Industriestaaten erlaubt eine Beurteilung der Stärken und Schwächen der nationalen Bildungssysteme. Die Bundesrepublik Deutschland rangiert dabei im unteren Drittel und erhielt die Note „knapp ausreichend“! Hierzulande lesen die Schüler so ungern wie in keinem anderen Land. Wenn beispielsweise 45% der deutschen Erwachsenen niemals ein Buch kaufen, kann die entsprechende Lesekultur den Kindern nicht vorgelebt werden. Deshalb werden diese sich schwerer tun, zu einem Buch zu greifen, um durch das Lesen Textverständnis einzuüben. Es gibt aber auch Lichtblicke abseits der PISA- Debatte, so Kenz weiter. Dies bestätigten umfangreiche Jahresarbeiten (z.B. die Abbildung eines Geschäftsprozesses), welche die Entlassschüler in Abstimmung der SWL- Lehrer und der Ausbildungsbetriebe im 2. Ausbildungsjahr erarbeiteten. An dieser Stelle präsentierten Marc Burkart und Benjamin Geier aus der Klasse der Industriekaufleute den Anwesenden die Ergebnisse ihrer Jahresarbeit. Anschließend folgte die Auszeichnung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Leistungen durch den Stellvertretenden Schulleiter, Studiendirektor Th. Christ. Insgesamt 14 Absolventen erhielten einen Buchpreis überreicht (Miriam Baltasar, Christina Krompholz, Katrin Willnat, Tanja Bühler, Christine Lutz, Carolin Ostringer, Christine Sigl, Tuba Yikkim, Benjamin Wipfler, Marc Burkart, Benjamin Geierhaas, Jasmin Groß, Kirstin Keller und Tanja Neuner), 7 Auszubildende erhielten ein Lob (Helene Klein, Nadine Niklaus, Marco Schleich, Vanessa Hetzel, Niels Lange, Richard Schweigert und Dominik Stötzel). Als Nächstes stand die Zeugnisausgabe durch die Klassenlehrer (Katz, Wolf, Pfeiffer, Geider- Starke, Kenz) auf dem Programm, welche geordnet und zügig vor sich ging. Die Gelegenheit nutzend, übereichten einige Schülerinnen und Schüler im Namen der jeweiligen Klassen den Lehrern Präsente zum Dank. Stellvertretend für alle Entlassschüler sprach Katrin Willnat aus der Klasse der Bürokaufleute sehr gekonnt einige Worte zum Abschied, bevor Maria Erhard wieder in dien Tasten griff. Abschließend wünschte Studiendirektor Walter Kenz allen Absolventen viel Erfolg für die noch anstehenden praktischen Prüfungen vor der Handwerkskammer bzw. Industrie- und Handelskammer Die Feierstunde konnten die Gäste bei einem Glas Sekt ausklingen lassen. Für die Bewirtung dankten die nun ehemaligen Berufsschüler der Klasse 12/2 des Wirtschaftsgymnasium ganz herzlich. Cl/nn/Fs |