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Einweihung des Multimediaraums am 14. Januar 2003
Mit neuer IT-Infrastruktur und geschäftsprozessbasierter Betriebswirtschaftslehre zukunftsorientierte kaufmännische Bildung sichern:
Unter diesem Motto hatte der Leiter der Johann–Philipp–Bronner Schule, Oberstudiendirektor Reinhard Müller, zu einer Feierstunde im neuen Informations- und Kommunikationszentrum der Schule eingeladen. Zu den anwesenden Gästen zählten der Präsident des Oberschulamts Karlsruhe, Dr. Schnatterbeck, die Abteilungsdirektorin „Berufliche Schulen“ Hellmuth und die Leiterin des kaufmännischen Referats Regierungsschuldirektorin Kerth. Der Rhein-Neckar-Kreis als Schulträger war durch den stellvertretenden Leiter des Amts für Schulen, Kultur und Sport, Werner Philipp, vertreten. Der örtliche Personalrat der Schule und  die Schülervertreter gehörten ebenfalls zum Kreis der Geladenen. Die enge Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben wurde durch die Anwesenheit der Ausbildungsleiterinnen von SAP AG, Frau Reiss, und der Heidelberger Druckmaschinen AG, Frau Schwörer, sichtbar.
Schulleiter Müller stellte die Bronner Schule kurz vor, dankte dem Präsidenten des Oberschulamts für die Unterstützung bei der inneren Schulentwicklung und das Vertrauen, das er in die Beruflichen Schulen setze. 

Er lobte das Engagement des Schulträgers für die großen Investitionen in die baulichen Erweiterungen des Beruflichen Schulzentrums sowie in die Ausstattung mit modernster IT-Infrastruktur im Rahmen des so genannten „Wieslocher Modells“. Dieses Wieslocher Modell soll in den nächsten zwei Jahren auf alle Berufsschulzentren des Rhein-Neckar-Kreises ausgedehnt werden. In Wiesloch investierte der Kreis in das Pilotprojekt rund 700 000 Euro. Diese Investition sei eine notwendige Voraussetzung gewesen, um zukunftsweisende bildungspädagogische Ziele zu erreichen. Neue kaufmännische Berufsbilder sowie die Lehrplanrevisionen im Vollzeitbereich gehen von einem lernfeld- bzw. geschäfts- prozessorientierten kaufmännischen Unterricht aus. Dieser Unterricht ist durch eine integrierte Unternehmenssoftware – z.B. SAP/R3, Navision – geprägt. Die Lernortkooperation mit den Unternehmen sei mehr als nur eine Abstimmung von Unterrichtszielen und Absprachen bei pädagogischen Problemen, so Müller weiter, Lernortkooperation sei Teamarbeit: Unternehmen und Schule arbeiteten partnerschaftlich zusammen bis hin zu einer Verzahnung von Theorie und Praxis. Reinhard Müller erläuterte anschließend die Felder der Lernortkooperation: Auszubildende der unterschiedlichsten Betriebe erstellen am Geschäftsprozess orientierte Jahresarbeiten. Ihre Aufgabe ist es, selbständig einen betrieblichen Teilprozess des Ausbildungsbetriebes mit Hilfe moderner Informationsysteme zu dokumentieren und zu präsentieren, z.B. Von der Anfrage eines Kunden bis zur Auslieferung des Produkts. Auszubildende werden im Rahmen des Ergänzungsprogramms der Schule in ihrer Sprachkompetenz gefördert. Die Teilnahme ist freiwillig und von den persönlichen Vorkenntnissen in Englisch abhängig. Durch den Kurs kann ein vom Kultusministerium vergebenes Fremdsprachen- Zertifikat erworben werden. In enger Zusammenarbeit mit der Ausbildungsabteilung von SAP AG werden Schüler des Wirtschaftsgymnasiums für Praktikumsempfehlungen vorgeschlagen. Die Auswahlkriterien sind Fachkompetenz, Sozial- und Medienkompetenz, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Im zweiten Durchgang hat sich dem Projekt auch die Heidelberger Druckmaschinen AG angeschlossen. Anschließend führte Medienberater Michael Gerling das neue Aktivbord vor, welches per „Fingerdruck“ zu steuern ist und eine Kommunikation zwischen PC, Beamer, Projektionswand und Schülern ermöglicht. Der ehemalige SAP – Mitarbeiter, Studienrat Michael Ries, gab eindrucksvoll einen Einblick in das Arbeiten im Modellunternehmen IDES/SAP/R3, welches über eine direkte Standleitung mit der Universität Passau verbunden ist. Gerade die in jüngster Zeit in unserer Gesellschaft geführte Diskussionen um die „Green Card“ zeigt, so schloss Schulleiter Müller, dass in der Wirtschaft ein großer Bedarf an qualitativ gut ausgebildeten Fachkräften besteht. Der Präsident des Oberschulamts Karlsruhe, Dr. Schnatterbeck, äußerte sich am Ende der Feierstunde beeindruckt von dem Gehörten: Er freue sich über die zukunftsweisenden Lösungsansätze. Das in die Beruflichen Schulen gesetzte Vertrauen sei voll gerechtfertigt. Ihm imponiere auch das Leitbild der Bronner Schule: flache Hierarchien, Fachkompetenz der Beteiligten, Informationstransparenz, Übernahme von Verantwortung und gegenseitiges Vertrauen.

Fs (Hans-Jürgen François)

 
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