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    Verabschiedung der Abiturienten 2005 am 1. Juli 2005  & ABI – Ball am 2. Juli 2005           

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Die diesjährige Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen des Wirtschaftsgymnasiums der Johann – Philipp – Bronner Schule Wiesloch wurde schwungvoll eröffnet von Rebecca Lautner (13/1) am Klavier. Chopin und Mozart standen auf dem Programm.

In der gutbesetzten Aula des Berufsschulzentrums Wiesloch, begrüßte die Leiterin des Wirtschaftsgymnasiums (WG), Studiendirektorin Gabriele Treiber, die anwesenden Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und Lehrer. Vorüber sei die Zeit des Lernens, des Wartens auf die Rückgabe von Klausuren, des Bangens vor dem mündlichen „Abhören“, des Rechnens und Hoffens auf die notwendigen fünf Punkte in den verschiedensten Fächern. Erstmals haben die Schülerinnen und Schüler vier statt drei schriftliche Prüfungsfächer meistern müssen. Die allgemeine Hochschulreife erlangten 60 Gymnasiasten, mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,8. In ihren Gedanken zu diesem Abend  ging Gabriele Treiber auch in ihrer Funktion als Lehrerin für Englisch und Biologie auf den bedeutungsvollen Unterschied von happiness und luck ein. Ist man für sein Glück selbst verantwortlich, wie Wissenschaftler behaupten oder ist es ein Geschenk der Götter, wie Friedrich Schiller einmal formulierte? „Wissenschaftler enträtseln das Geheimnis der Natur: Jeder Mensch kann glücklich sein.“ Gabriele Treiber zitierte den Unternehmer Peter Ludwig: „Glück ist, zu realisieren, was man sich vorgenommen hat.“ Die Anstrengungen, die die Schülerinnen und Schüler während drei Jahren WG unternommen hatten, um das Abitur zu schaffen, seien überwiegend dem selbstgeschmiedeten Glück zuzurechnen. Und doch sei der Erfolg ebenso manchem glücklichen Umstand zu verdanken gewesen. Die Gebrüder Grimm hätten über das Märchen von „Hans im Glück“ den Lesern gezeigt, dass wahres Glück von den Einstellungen zum Leben und nicht von äußeren Umständen abhänge. Obwohl sich das Pro-Kopf-Einkommen in den U.S.A. zwischen 1930 und 1990 nahezu vervierfachte, sei der Anteil der ausgesprochen Glücklichen bei 30% der Bevölkerung geblieben. Gabriele Treiber erhärtete dies mit einem Ausspruch des österreichischen Psychotherapeuten Watzlawik: Glück habe nichts mit erfüllten Wünschen zu tun. Seit Jahrtausenden besitze der Mensch die Fähigkeit, in einer Umwelt zurechtzukommen, so die Leiterin des WG weiter, die nur selten seinen Wünschen entspräche. Serotonin, Dopamin und Endorphine seien für positive Gefühle im Menschen zuständig. Ein leider nur künstliches Hochgefühl bewirke die Pille Prozac, die trotz nicht zu unterschätzenden Nebenwirkungen, etwa 40 Millionen Menschen weltweit konsumierten. Wahres Glück, also „Happiness“ könne man jedoch nicht kaufen, Glück sei

-nach Erich Fromm- etwas, das nur aus der eigenen Anstrengung komme und überhaupt kein Geld koste. Gabriele Treiber beendete ihre Gedanken zur Verabschiedung mit einem Zuspruch an die Abiturientinnen und Abiturienten: „Das innere Glücksgefühl, das Sie mit Recht heute empfinden, liegt nicht allein in den vielen neuen Erkenntnissen selbst, sondern in Ihrem eigenen Bemühen!“ Mit Song „Come away with me“ von Nora Jones leiteten Maren Robbecke (Gesang -13/3) und Linda Martin (Gitarre -13/2) gekonnt und stimmungsvoll zur Verleihung von Lob & Preis über. Der Leiter der Johann - Philipp - Bronner Schule Wiesloch, Oberstudiendirektor Reinhard Müller, hatte zunächst alle Abiturientinnen und Abiturienten im Blick, wenn er sagte: „Mit ihnen freuen sich alle, die während der „heißen Phase“ der Abiturprüfungen mit ihnen gelitten, gebangt und gehofft haben, ihre Eltern, ihre Verwandten, ihre Freunde, ihre Bekannten und natürlich auch ihre Lehrerinnen und Lehrer.“ Auch dieses Jahr überreichte der Schulleiter Lob und Preise persönlich: für noten mäßige und andere Höchstleistungen. Der Preis für die besten Leistungen im Profilfach Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit wirtschaftlichem Rechnungswesen (VBRW) ging an Michael Eckert (13/1), den Scheffel- Preis für herausragende Leistungen im Fach Deutsch erhielt Simone Schneider (13/1), den Apollinaire - Preis für besondere Leistungen im Fach Französisch hatte sich Elke Heilmann (13/2) verdient, den Preis für besonderes soziales Engagement in der Schule empfing Luisa Sandritter (13/3). Der Heinrich-Heine Preis für besonderes Engagement im Deutschunterricht, den der ehemalige Oberstudienrat Wolfram Koschmieder gestiftet hat ging dieses Jahr an Christian Hecker (13/4). Der Pensionär selbst überreichte den mit € 50,00 dotierten Preis.  Schulleiter Reinhard Müller ehrte Frau Dr. Sauve für ihren schulischen Einsatz im Fach Deutsch. Die Pensionärin hatte sich bewegen lassen, wieder in den Schuldienst einzutreten. Und dann gab es für die Abiturientinnen und Abiturienten einen letzten offiziellen Händedruck von den Klassenlehrern Günter Pfeiffer (13/1), Hans - Jürgen François (13/2), Brigitte Peter (13/3) und Michael Ries (13/4) in Verbindung mit dem heißbegehrten Abiturzeugnis. Herzlich gratulierte im Anschluss auch der Vorsitzende des Fördervereins der Bronner Schule, Alex Wolf. Selbst einmal Wirtschaftsgymnasiast im Hause, stellte er die Arbeit des Fördervereins vor und die Möglichkeit über eine Mitgliedschaft mit der Bronner Schule verbunden zu bleiben. Nach Nelly Furtado’s Song „Try“, interpretiert von Maren Robbecke (Gesang -13/3) und Linda Martin (Gitarre -13/2), stellte die Scheffelpreis-Trägerin, Simone Schneider, ihr Können unter Beweis. Sie brach eine Lanze für das Lesen, als sie mit einem Zitat von Iris Radisch aus „Die Zeit“ ihre Rede begann: „Gute Bücher bilden nicht nur Herz und Verstand, sie machen auch glücklich.“ Mit Augustinus habe eines der größten weltumstürzenden Wunder begonnen: dem stillen Lesen. „Doch was taugt ein Wunder, das heute niemand mehr will?“, fragte die Abiturientin, wenn „Clueless“ beliebter ist als Kleist?  Lediglich 6% aller Deutschen greifen abends lieber zum Buch als zur Fernbedienung. Rundfunk und Fernsehen kippten zunehmend Kultursendungen auf den Müll, während die Auflagen primitiver Wegwerfbücher ständig stiegen. Während die Lesekompetenz bei Kindern nachhaltig sinken, ließen sich Politiker ihre Reden schreiben und könnte sich die Mehrheit ihrer Wähler nur noch auf kürzeste Texte konzentrieren. Dabei sei nur in großer Literatur das Innere des anderen erfahrbar. Sich auf Literatur einlassen, hieße, die Ideen und Bilder, die ein Autor beschreibt, vor seinem eigenen geistigen Auge entstehen und auf sich wirken zu lassen. Niemand, der heute Tolstoj gelesen habe, würde sich morgen mit den Phrasen eines sprachdebilen Medienkapitalismus abspeisen lassen. Mit einem Appell schloss die Scheffelpreisträgerin: „Bücher sind die Pforte zu einer Welt, in der nicht alle Zeiger auf Geld gestellt sind.“ Simone Schneider dankte allen Lehrerinnen und Lehrern, die den Gymnasiasten in den letzten drei Jahren mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatten. Studiendirektorin Gabriele Treiber dankte allen Mitwirkenden dieser Feierstunde und lud die Anwesenden zu einem Umtrunk in das Foyer der Aula ein, wo Schüler der Jahrgangstufe 12 unter der Leitung von Georg John die Gäste bereits erwarteten.

Ein Lob erhielten:

Meike Treu, Jessica Bellemann,  Patricia Sauer, Ines Kuppinger, Melanie, BeierleChristian, ThomeMathias Hörner

Einen Preis erhielten:

Lisa Leschnig, Nadine Lutz, Elke Heilmann, Michael Eckert, Simone Schneider, Christian Hecker

Der traditionell im Palatin stattfindende ABI – Ball der Abiturientinnen und Abiturienten des Wirtschaftsgymnasiums bot neben der Eröffnungsrede des Schulleiters, Oberstudiendirektor Reinhard Müller, einigen Lehrerbeiträgen: „Können wir sie gehen lassen?“ und  „Formulare“, eine Verbindung der Klassiker „Effie Briest“ und „Kabale und Liebe“, gut einstudierte Tänze, darunter ein hervorragendes Männerballett, auch power-point-gestützte Rückblicke auf die beiden Studienfahrten in die Toskana und nach Berlin und den einwöchigen Aufenthalt auf der Alb. Der diesjährige ABI - Ball setzte nicht nur mit den Programmpunkten neue Maßstäbe, sondern auch mit der von den Abiturienten engagierten Band „Cool Breeze“, die professionell und unwiderstehlich zum Tanzen animierte.

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