|
|
 |
Zum Beginn des neuen
Schuljahrs 2011/2012 müssen die Lehrerinnen und Lehrer der
Johann-Philipp-Bronner Schule Wiesloch ohne drei verdiente Kolleginnen
und Kollegen weitermachen. „Es wird anders werden, Ihre vertrauten
Gesichter, das Zunicken oder ein Lächeln von Ihnen wird es im
Lehrerzimmer nun nicht mehr geben“, äußerte sich der Leiter der Bronner
Schule, Oberstudiendirektor Reinhard Müller zu den aus dem aktiven
Schuldienst scheidenden Anna-Margarethe Lassey-Wittington, Evelyn Gleich
und Klaus Rothmaier. |
Die drei Kolleginnen
und Kollegen haben das Gesicht der Bronner Schule über lange Jahre
mitgeprägt. Anne-Margarethe Lassey-Wittington begann ihre schulische
Laufbahn im Jahre 1972 mit dem Abschluss an der Wilhelmsuniversität Münster.
1973 legte sie die 1. Staatsprüfung für das Lehramt an berufsbildenden
Schulen für die Fächer Katholische Religion und Deutsch ab. 1980 wurde sie
zur Studienrätin ernannt, 13 Jahre darauf zur Oberstudienrätin. Seit 1999
unterrichtete sie an der Johann-Philipp-Bronner Schule Wiesloch.
Anne-Margarethe Lassey-Wittington übernahm die Betreuung der
Lehrerbibliothek mit ihrem großen Angebot an Fachzeitschriften. Mit großer
Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit ging sie an die Arbeit. Als
Fachausschussleiterin war die Oberstudienrätin bei fast allen
Abiturprüfungen beteiligt. Evelyn Gleich unterrichtete 30 Jahre an der
Bronner Schule mit den Fächern Englisch und Französisch. Viele Jahre vertrat
sie die Interessen der Kollegen im Personalrat. Sie unterstützte Georg John
beim Schüleraustausch mit dem Lycée Saint François d'Assise in
Fontenay-aux-Roses. Sie spielte bis vor wenigen Jahren in der
Volleyballrunde der Kollegen mit. Innerhalb des Kollegiums sorgte sie für
Schwung und war bei der Ausrichtung von Festen beteiligt. Sie hat sich auf
diesem Weg um Kollegialität und Integration bemüht und zwischenmenschliche
Beziehungen gefördert. Als zweite Vorsitzende des Fördervereins der Schule
kümmert sie sich noch weiter um die Belange des erfolgreichen Vereins. Klaus
Rothmaier , seit 22 Jahren an der Bronner Schule, studierte Evangelische
Theologie, Anglistik und Germanistik in Heidelberg und Tübingen. Am Lessing
Gymnasium in Mannheim absolvierte er sein Referendariat und ging als
Studienrat 1978 an die Ludwig-Erhard-Schule nach Mosbach. Vier Jahre darauf
wurde er zum Oberstudienrat befördert. Schulleiter Reinhard Müller schildert
ihn als belesen, Meister in Sprache und Rhetorik, Wortbildungskünstler und
Ideengeber. Er sei zu seinen Schülerinnen und Schülern immer fair und doch
konsequent im Sinne des Erziehungsauftrags gewesen. Er habe gefördert und
gefordert, was in der heutigen Zeit nicht immer leicht sei. Seit Eintritt in
die Bronner Schule im Jahre 1989 spielte Klaus Rothmaier im Volleyball-Team
der Lehrer mit. Im Schuljahr 2008/2009 machte er von der Sabatt-Regelung
Gebrauch und unternahm eine Weltreise, an der er alle Interessierte anhand
von selbstverfassten Büchern nun teilnehmen lässt, z.B. „Von Genua nach
Singapur“. Reinhard Müller beendete seine Ansprache an die drei Pensionäre
mit den besten Wünschen für die kommende Zeit und mit einem Ausblick: „Was
der Ruhestand für Sie persönlich bedeutet, kann keiner genau abschätzen
–vielleicht träumt der eine oder andere davon, in Ihre Situation zu kommen:
den ganzen Tag ohne Schüler, ohne die gewohnte berufliche Belastung, ohne
berufsbedingtes frühes Aufstehen, ohne Korrekturen von Tests,
Klassenarbeiten, Prüfungsarbeiten und ohne Unterordnung unter den
Stundenplan…“ |