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Verabschiedung der Absolventen der Kaufmännischen Berufsschule 

 
In seiner Funktion als Leiter der Kaufmännischen Berufsschule (KBS) der Johann- Philipp- Bronner Schule Wiesloch verabschiedete am 22. Juni erstmalig Oberstudienrat Werner Bender die Absolventen der KBS. Vierundsiebzig Auszubildende hatten im Rahmen des  Dualen Systems Berufsschule & Ausbildungsbetrieb durchlaufen. Vierzig Betriebe der Region bildeten die nach der im Juli folgenden Kammerprüfung fertigen Büro-, Industrie-, Groß- und Außenhandelskaufleute, Informatik- und Systemkaufleute aus. Zum letzten Mal waren an der Bronner Schule Einzelhandelskaufleute beschult worden. Zweiundzwanzig Schülerinnen und Schüler erzielten ein Lob bzw. einen Preis für besonders gute schulische Leistungen. Nach Begrüßung der Absolventen, Ausbilder und Lehrer in der Aula des Berufsschulzentrums Wiesloch durch Oberstudienrat Werner Bender stimmte die frischgebackene Abiturientin Thessa Ruda die Anwesenden per Klavier auf die bevorstehende Ansprache ein:

Dem Geheimnis des Erfolges gingen Werner Bender und seine Kollegin Elke Beyerer auf den Grund. Erfolg sei nicht gleich Erfolg, so der Leiter der KBS. Manche hätten die Prüfung gerade mal so geschafft, andere erhielten Lob & Preis. Manche wüssten bereits, dass sie in ihrem Ausbildungsbetrieb bleiben könnten, andere müssten sich auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz machen. Die einen freuten sich über einen Notendurchschnitt von 2,5; die anderen seien enttäuscht, hatte mehr erwartet. Die Übernahme in ein zeitlich befristetes Arbeitsverhältnis mache den einen glücklich, den anderen unzufrieden. Den Grund in diesen unterschiedlichen Betrachtungsweisen von Erfolg, sehe Werner Bender in der Setzung persönlicher Ziele und deren Erfüllung. Dabei wird nicht jeder seine Ziele erreichen. Warum erreichen also manche Menschen ihre Ziele eher als andere?, haben demnach mehr Erfolg als andere? Werner Bender nannte einige Faktoren: Begabung, Intelligenz, aber auch Glück, Hartnäckigkeit und Ausdauer. Er zitierte aus „Psychologie heute“ vom Mai 2006, worin Forscher herausgefunden haben, dass Menschen, die hartnäckig und mit Ausdauer ihre Ziele verfolgen, und sich durch Rückschläge nicht entmutigen lassen, mit höherer Wahrscheinlichkeit Erfolge verbuchen können, als Hochbegabte, aber wenig Ausdauernde. Beispielsweise sei Jürgen Klinsmann nicht gerade mit den fußballerischen Fähigkeiten eines Maradonna ausgestattet gewesen. Doch entwickelte er sich im Laufe seiner Karriere zu einem Weltklassetrainer. Hartnäckigkeit und Intelligenz seien zwei völlig voneinander unabhängige Eigenschaften, so Studienrätin Elke Beyerer im zweiten Teil der Ansprache. Das sei die große Chance für Menschen, die nicht schon mit einem besonderen Talent geboren würden. Dennoch erfolgreich sein durch die Fähigkeit zu konzentrierter, ausdauernder Arbeit. Und die gute Nachricht: Hartnäckigkeit ist erlernbar. Zunächst sollte man für neue Aufgaben im Betrieb offen sein, um herauszufinden, in welchem Bereich man sich besonders engagieren möchte und dann in einem nächsten Schritt in diesem Bereich Perfektion zu erreichen suchen.

Der hochqualifizierte Spezialist habe gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Ein weiterer Erfolgsfaktor neben Talent und Hartnäckigkeit sei Selbstdisziplin, also die Fähigkeit, das Wichtige vom Dringenden zu unterscheiden: Vor einer Prüfung nicht jedes Wochenende bis in den frühen Morgen feiern, nicht auf Kosten der notwendigen Lernzeit vor dem Fernseher oder PC zu sitzen. „Ach ja!, und noch etwas ist unabdingbar für Erfolg: ein Mindestmaß an Optimismus; der Glaube daran, dass es auch in besonders schwierigen und aussichtslosen Situationen weiter geht.“
Mit diesem Tipp an die Absolventen der KBS leitete Elke Beyerer zur Auszeichnung der Jahrgangsbesten. Oberstudiendirektor Reinhard Müller übernahm diese Aufgabe sehr gerne und beglückwünschte danach alle Auszubildenden zur erfolgreichen Beendigung ihrer schulischen Ausbildung. Reinhard Müller dankte den Ausbildern für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und die gute Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Schule.
Im Anschluss an ein Klavierstück, vorgetragen von Thessa Ruda, überreichte Oberstudienrätin Evelyn Gleich zusammen mit Oberstudienrat Günter Trunk die Englisch – Zertifikate. Oberstudienrat Michael Ries vergab dann die begehrten SAP Zertifikate. Die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler in KBS und Wirtschaftsgymnasium besitzen damit eine solide Grundlagenausbildung im Programm SAP-R3. Wie Michael Reis betonte, seien die Rückmeldungen der Betriebe durchweg positiv. Die langersehnten Abschlusszeugnisse der Kaufmännischen Berufsschule erhielten die Auszubildenden durch ihre Klassenlehrer: Hans- Jürgen François (Büro), Kerstin Hammel (Industrie), Luzia Hellinger (Informatik), Bettina Koschmieder -Ballarini (Großhandel), Brigitte Peter (Einzelhandel). Die beiden Schülerreden eröffnete Torsten Weis (Büro). Aus aktuellem Anlass bezog  er  die Symbolik aus der Fußball Weltmeisterschaft: „Wir werden uns nun voll und ganz auf dem Spielfeld etablieren müssen. Im Alleingang und im Team müssen wir uns gegen andere durchsetzen, um Großartiges zu erreichen. Drei Jahre wurde auf das gesteckte Ziel hingearbeitet. Höhen und Tiefen wurden überwunden. Fouls wurden eingesteckt, analysiert und verarbeitet. Mit der richtigen Taktik und dem richtigen Engagement gehen wir nun das Berufsleben an..“ Für die Informatikkaufleute resümierten humorvoll Florian Najork und Tobias Zimmer über die vergangenen Schuljahre. „Unsere Zeit auf der Johann – Philipp – Bronner Schule“ präsentierten Kamile Adali und Tamara Motta sehr anschaulich mit power – point – Bildern. Unbestrittener Höhepunkt der diesjährigen Entlassfeier: die Tanzdarbietungen von Jessica Marina Martin. Mit „El Gato Montes“ interpretierte sie mit viel Temperament zunächst einen Paso doble und ebenso professionell einen Salinas, bei dem ein Fächer eingesetzt wird, den Jessica Marina Martin kunstvoll schwang. Ein Beifallsturm der anwesenden Auszubildenden, Ausbilder und Lehrer belohnte die Abiturientin. Der Leiter der KBS, Oberstudienrat Werner Bender, lud am Ende der Feierstunde alle Gäste und die nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler zu einem Sektempfang im Foyer der Aula ein, vorbereitet von Oberstudienrätin Bettina Koschmieder –Ballarini mit ihrer Klasse. Noch recht lange war man im Foyer im Gespräch miteinander.
Fs

LOB

Name Branche Ausbildungsbetrieb
Ebert, Christine Industrie Ebert Mühle, Dielheim
Eisele, Dirk Betty Barclay
Lehmann, Maren Betty Barclay
Fessler, Jasmin Großhandel Eurosovt GmbH
Baudermann, Martin Informatik Heidelcement
Hafner, Michael Heidelberger Druckmaschinen AG
Pitz, Marlene Heidelberger Druckmaschinen AG
Westermann, Steffen Heidelberger Druckmaschinen AG
Zimmer, Tobias Hekl GmbH
Bartsch, Christine Büro Nussbaum Medien
Benz, Martina Nussbaum Medien
Markmann, Valeska Nussbaum Medien
Hoffmann, Saskia SAP AG
Späth, Kristina Beratungs- und Verwaltungsgesellschaft GmbH
 

PREIS

Name   Branche   Ausbildungsbetrieb  
Seibel, Irina   Industrie   Welker Backofenbau  
Seimetz, Anna   SLR Gießerei  
Danko, Tanja   Großhandel   Rewe  
Ebert, Christian   Informatik   Heidelberger Druckmaschinen  
Wörthwein, Rainer   Internormen Technology  
Emrich, Anna   Büro   SAP AG  
Strecker, Matthias   SAP AG  
Weis, Torsten   SAP AG

 
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