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Heidelberger Druckmaschinen bei der Johann-Philipp-Bronner-Schule Wiesloch

     

Motivierte und engagierte junge Leute braucht nicht nur das Land, sondern auch die Heidelberger Druckmaschinen AG. So traf man sich am 8. Dezember in der Johann-Philipp-Bronner-Schule Wiesloch: Fachleute von Heidelberger Druckmaschinen AG (HDM) und interessierte Schülerinnen und Schüler von Wirtschaftsgymnasium und Kaufmännischem Berufskolleg.2 Die Leiterin des Schul- und Ausbildungsmarketing, Sonja Mohr, eröffnete die Veranstaltung mit einigen Informationen über HDM und kam dann unverzüglich auf die Berufliche Ausbildung zu sprechen. Fünf Megatrends beherrschten diesen Bereich: Geburtenrückgang, gesellschaftlicher Wertezerfall, technologischer und gesellschaftlicher Innovationsdruck und die Globalisierung. Schulisches Wissen sei die Ausgangsbasis zum beruflichen Erfolg. Zu einem nachhaltigen Erfolg gehören darüber hinaus Konfliktkompetenz, Eigeninitiative, Frustrationstoleranz, lebenslange Lernbereitschaft, Eigenverantwortung, Belastbarkeit, Teamfähigkeit und Selbstreflexion. Daran messe man heutzutage die Employability (= Beschäftigungsfähigkeit), betonte Sonja Mohr. Für das relativ strenge Auswahlverfahren bei HDM spreche die geringe Quote, derjenigen, die ihre Ausbildung abbrechen: 1% im Gegensatz zu 20% im Bundesdurchschnitt aller Unternehmen.

Ein Praktikum sei empfehlenswert. Hier können sich u.a. Pünktlichkeit, passendes Outfit und Arbeitswilligkeit bewähren. Die Bewerbungsmappen als eigene Visitenkarte des Bewerbers enthielten immer noch viele Fehler: es mangele u.a. an korrektem Deutsch, an korrekter Anrede und Beachtung von Formvorschriften des Anschreibens. Es folgten die schriftlichen Einstellungstests und das Vorstellungsgespräch.

 

     

An dieser Stelle setzte Max Born ein, der aus eigenem Erleben seinen Weg vom Berufskolleg zu einem Ausbildungsplatz bei Heidelberger Druckmaschinen interessant schilderte. Andreas Blum, der Leiter der Dualen Hochschulausbildung bei HDM, stellte zunächst die möglichen Studiengänge vor: Wirtschaftsingenieur, Maschinenbau, Digitale Medien und international business. Duale Hochschulausbildung heißt sechs Semester Studium; wobei jedes Semester zur Hälfte an der Dualen Hochschule Mannheim (früher: Berufsakademie) und bei HDM in Form von Projektarbeit absolviert wird. Erfahrene Mitarbeiter betreuen die Studenten vor Ort und unterstützen auch mit Hilfe von Entwicklungsgesprächen. Anne Haferkorn erzählte aus eigener Erfahrung über die Vorteile eines Dualen Studiums: effizientes Lernen in Kursen mit nur 25 Teilnehmern, den persönlichen Bezug zu den Dozenten und eine durchgängige Vergütung von Heidelberger Druckmaschinen AG. Gegen Ende der Veranstaltung meldete sich noch einmal Max Born zu Wort und berichtete seinen Weg vom Informatikkaufmann zum Trainee. Im Unterschied zur Dualen Hochschulausbildung, arbeite man zwar auch bei HDM in Projekten, studiere allerdings an einer Universität. An Bewerbungen solle man bereits zwölf bis fünfzehn Monate vor Schulabschluss denken. Die lebens- und zeitnahen  Statements von Anne Haferkorn und Max Born würzten die von Sonja Mohr und Andreas Blum gelegten Strukturen auf das Eindrücklichste. Eine wiederholenswerte Veranstaltung.

FS

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