Mitgliederversammlung 2007
des Fördervereins mit Special Guest
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Der
Erste Vorsitzende des Fördervereins der Johann – Philipp – Bronner Schule,
Alex Wolf, begrüßte die zahlreich Erschienenen und eröffnete die
Mitgliederversammlung mit einem Rückblick auf die Aktionen des Vereins im
vorigen Jahr (z.B. Steinbruch-Lehrpfad und Ziegenkäserei bei Nussloch und 2.
Weißwurstfest in der Schule). Nicht ohne Stolz wies Alex Wolf auf das
Gründungsdatum des Fördervereins hin: der 7. April 1992, so dass der Verein
2007 fünfzehn Jahre alt geworden war. Unter den Anwesenden befand sich auch
Manfred Walter, der Vorgänger von Alex Wolf im Amt des 1. Vorsitzenden des
Fördervereins. In ihrem Kassenbericht erwähnte Evelyn Gleich, dass der
Verein zunehmend bedürftigen Schülerinnen und Schülern mit einem Zuschuss
eine Landschulaufenthalt ermögliche |
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Die
Kassenprüfung durch Benno Dörner und Gerd Wettstein ergab traditionsgemäß
keine Beanstandungen und dem Vorstand des Fördervereins, Alex Wolf, Evelyn
Gleich und Hans - Jürgen François, wurde erneut einstimmig das Vertrauen
ausgesprochen, so dass einer Wiederwahl nichts mehr im Wege stand. Zur
Sprache kamen auch zwei in Aussicht stehende Aktionen des Fördervereins in
diesem Jahr: eine Fahrt mit dem Solarboot auf dem Neckar und ein Besuch in
der Jugendarrestanstalt in Wiesloch. Alex Wolf dankte in diesem Zusammenhang
dem Planungsteam Evelyn Gleich, Hans – Jürgen François, Conny Geider-Starke
und Günther Katz für ihre tatkräftige Unterstützung. Durch Beschluss der
Mitgliederversammlung wurden bereits Aktionen für das
nächste Jahr festgelegt: Betriebsbesichtigung in der Seifenfabrik Klar in
Heidelberg und in der Gewürzfabrik Insula in Mannheim. Der Schulleiter der
Bronner Schule, Oberstudiendirektor Reinhard Müller, lobte den
Vereinsvorsitzenden Alex Wolf in einer kurzen Ansprache für seine Dynamik
und sein unermüdliches Engagement. Im vergangenen Jahr habe der Verein mit
95 Mitgliedern die hunderter Grenze fast erreicht. |
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Nach
diesem offiziellen Teil der Mitgliederversammlung konnten sich die
Anwesenden an einem von Alex Wolf spendierten Käsebuffet vom Ziegenhof
stärken. Special Guest an diesem Abend: Dr. Ludwig Hildebrandt. Er war
eingeladen worden, um zu berichten, auf was für einem Boden wir unsere
Häuser gebaut haben und das tat er mit Hilfe anschaulicher Dias. Bereits im
10. und 11. Jahrhundert war Wiesloch -wie neuere Untersuchungen bestätigten-
das wichtigste Silber-Bergbaugebiet des Heiligen Römischen Reichs Deutscher
Nation. Allerdings hatten schon die Römer in unserer Gegend Bergbau
betrieben, so Dr. Hildebrandt weiter. Wiesloch sei im Jahre 75 von Plinius
erwähnt und damit die älteste literarisch bezeugte Erzlagerstätte Europas.
Das Ergebnis des Erzabbaus und dessen Verhüttung vor Ort bescheren uns bis
heute 400.000 t Schlacke und Arsen- und Cadmiumhaltige Böden. Dr. Ludwig
Hildebrandt sprach in diesem Zusammenhang von katastrophalen Umweltschäden,
die man allerdings erst 1979 entdeckte. |
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Die Schlackeböden
gehörten heute zum Untertagesondermüll. Aus dem erwähnten Abraum schloss man
auf eine geförderte Silbermenge von 120 t, was einem geschätzten Wert von
10 Milliarden Euro entsprach. Aus diesem Silber schlug man in der Römerzeit
und dem Mittelalter Münzen. Sehr wahrscheinlich wurde mit Wieslocher Silber
der Dombau zu Speyer finanziert. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde
Bergbau betrieben. In den fünfziger Jahren dann wurde der letzte Schacht auf
dem Schafbuckel geschlossen. Im 7. bis 9. Jahrhundert befand sich Wiesloch
im Bereich des Hoschket, dann in der Gegend um das heutige Palatin und ab
dem 11. Jahrhundert an seiner heutigen Stelle. Die Evangelische Stadtkirche
besitzt den ältesten Kirchturm Nordbadens. Anhand der im Inneren entdeckten
Brandspuren vermutet man -so schloss Dr. Ludwig Hildebrandt seine
informative wie kurzweilige Darstellung von Wieslochs Bergwerksgeschichte-
dass im Jahre 1077 Kaiser Heinrich IV. auf seinem Rückweg von Canossa
einhundert seiner Gegner im Kirchturm einschließen und dann Feuer legen
ließ… FS |
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