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Business-Knigge in
SAP-Guesthouse |
| Ein Highlight
der besonderen Art fand im SAP-Guesthouse statt: ein
Dinner nach den Regeln des berühmten Adolf Freiherrn von Knigge. Zu diesem
Event eingeladen hatten die Schülerinnen und Schüler des Kaufmännischen
Berufskollegs 2 (BK 2) der Johann-Philipp-Bronner
Schule Wiesloch. Bereits vor mehr als 200 Jahren hatte Knigge ein
vielbeachtetes, in mehrere Sprachen übersetztes Buch geschrieben, das über
reine Tischmanieren weit hinausging. Sein Werk war ein Leitfaden für
ethisches Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen und wer es zu lesen
verstand, auch eine Anleitung für gute Menschenführung. |
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Das SAP-Guesthouse Kalipeh, das
von Silke Jennewein-Greulich geführt wird, bietet nicht nur ein zu diesem
Anlass passendes stilvolles Ambiente, sondern auch optimale technische
Möglichkeiten für eine Veranstaltung, bei der die Gäste mit den Geheimnissen
Knigges vertraut gemacht werden sollten, um anschließend formvollendet zu
speisen. Die Schüler des BK 2 hatten sich gruppenweise auf verschiedene
Themen vorbereitet, die sie dann den Gästen mithilfe von Power-Point und
Plakaten vorstellten. Die Präsentationen entstanden in den vergangenen
Wochen im Projektunterricht unter Anleitung von Lucia Schuppel und Gülen
Iscan-Demirel. |
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Die beiden Lehrerinnen begrüßten
sichtlich erfreut die Schülerinnen und Schüler des BK 2 und die im Kalipeh
eingetroffenen Gäste – und das Abendevent nahm seinen Lauf. Im Foyer des SAP-Guesthouse
gab es für die Anwesenden zunächst Hilfen zum Thema Smalltalk. Diese
halboffizielle Kontaktaufnahme zwischen Gastgebern und Gästen wurde auf den
Punkt gebracht: Blickkontakt aufnehmen, in die persönliche Distanzzone
vorpirschen (50 – 100 cm) und das Gespräch mit offenen Fragen in Gang
halten. Das eben Gehörte setzten die Gäste sogleich bei einem Aperitif in
die Praxis um. Ein weiterer Kurzvortrag machte deutlich, dass die
Tischsitten im alten Europa nicht immer dieselben waren. Nach der Vorspeise
im Restaurantbereich setzte Arthur Bruch die obligatorische Tischrede
gekonnt in Szene. In einem Schülerbeitrag zum Thema „Tischsitten“ erfuhren
die Gäste u.a. Regel Nr. 1: Man wartet, bis alle am Tisch etwas zu essen
haben, ehe man selbst zu essen beginnt. Der Hauptgang des Menüs brachte es
mit sich, dass Jannek Süßer vor den Augen der Gäste vorführte, wie man eine
Garnele mundgerecht von ihrem Panzer befreit. Stilvoll reinigte sich der
Schüler anschließend seine Finger in einem Schälchen mit Zitronensaft.
Nichts ist bei einem Geschäftsessen peinlicher als unpassend gekleidet zu
sein. So gab es zur Hauptspeise eine Lektion in „Dresscode“. Das Thema
„Frauen im Business“ schloss sich an. Nach dem dritten Gang, dem Dessert,
gab es von Seiten der Schüler des BK 2 einige wichtige Verhaltenstipps für
Gast und Gastgeber. Dabei erfuhren die Anwesenden, dass die Frau es
offenbar immer noch schätzt, wenn mann ihr die Tür aufhält, ihr in den
Mantel hilft, auf Treppen immer so geht, dass mann die Frau auffangen kann,
falls sie stolpern sollte. |
| Lucia Schuppel und Gülen
Iscan-Demirel erhielten von ihren Schülerinnen und Schülern je einen
geschmackvollen Blumenstrauß, allerdings nicht ohne einige Ratschläge
zum Thema Blumenpräsent. So sollte man bis zu zehn Stielen immer eine
ungerade Anzahl an Blumen verschenken: 1, 3, 5, 7, 9. Und zum Thema
Lilien als Todesblumen, ließen sich die Schüler von Blumenfachgeschäften
informieren, dass das schon lange nicht mehr gelte. Am Ende des Abends
bedankten sich die Gastgeber (Schüler) bei ihren Gästen, ganz wie es
sich gehört und wünschten allen einen guten Nachhauseweg. Der Leiter der
Bronner Schule, Reinhard Müller, zeigte sich schwer beeindruckt von
diesem Event und dessen kompetente und mit Humor gewürzte Gestaltung
durch die Schülerinnen und Schüler des Kaufmännischen Berufskollegs 2
und ebenso von deren perfektem Outfit. Was heutzutage Manager mit teurem
Geld bezahlen müssen, hatten die Schüler für ihre Gäste in wenigen
Stunden gekonnt zusammengefasst. Alle an diesem Abend vorgestellten
Regeln für gelungene Umgangsformen konnten die Gäste in gedruckter Form
mitnehmen. Ohne Zweifel gewann man von diesem Event den Eindruck, dass
nun alle Teilnehmer beim Auftreten im betrieblichen wie privaten Bereich
an Selbstsicherheit gewonnen hatten. |
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| FS |
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