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Verabschiedung der Absolventen der Berufsfachschule für Wirtschaft |
| „Hallo und herzlich willkommen zur
Abschlussfeier und Zeugnisübergabe 2010. Heute haben wir die Aufgabe,
insgesamt 51 Absolventen der zweijährigen Berufsfachschule für
Wirtschaft die Zeugnisse zu überreichen“. Mit diesen Worten eröffnete
Studienrat Claus Lorenz, der Leiter der Wirtschaftsschule der Johann-Philipp-Bronner
Schule Wiesloch, am 22. Juli die Feierstunde.
Doch seine Stellvertreterin, Ursula Vomstein, war mit dieser nüchternen
Begrüßung so gar „nicht einverstanden“: „Entschuldigen Sie bitte, Herr
Lorenz, aber da muss wohl mehr Gefühl in die Abschlussrede“. Immerhin
hätten doch viele Schülerinnen und Schüler eine gewaltige persönliche
Entwicklung durchlebt und das sei doch sehr beeindruckend. |
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Claus Lorenz widersprach nicht,
schob dennoch weitere Fakten nach: „In diesem Schuljahr haben 65 Schüler
in den zurückliegenden sieben Wochen 325 schriftliche und 70 mündliche
Prüfungen abgelegt.“ Ursula Vomstein „protestierte“: „Das klingt ja
gerade so, als ob ein Schüler bei der mündlichen Prüfung gerade mal
nebenbei drei Lehrern alles erzählen könnte, was er in zwei Jahren
gelernt hat.“ |
| Dabei sei doch eine Prüfung immer
auch mit Ängsten verbunden. Claus Lorenz ließ sich nicht beirren: „Von
den 30 Schülerinnen und 21 Schülern, die die Prüfung bestanden haben,
können 8% für hervorragende schulische Leistungen ausgezeichnet werden.
Leider sind wieder keine Jungs dabei, d.h. für 41,2% der Absolventen ist
die Vergabe von Lob und Preis nicht spannend, da sie aufgrund ihres
Geschlechts nicht in Frage kommen.“ Am Ende der humorvollen
Abschlussrede im Duett wünschten beide „Kontrahenten“ den Absolventen
der Wirtschaftsschule Durchhaltevermögen, Glück und Gelassenheit für
all die Aufgaben, die ihnen in Ausbildung oder an einer weiterführenden
Schule begegnen werden. |
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Oberstudiendirektor Reinhard Müller,
der Leiter der Johann-Philipp-Bronner
Schule, schloss sich den guten Wünschen seiner beiden Vorredner an. Der
Übergang von der Hauptschule zur Wirtschaftsschule sei zu Beginn nicht
einfach gewesen: neue Mitschüler, neue Lehrer, die bekannten Fächer mit
anspruchsvolleren Inhalten und ganz neue Fächer, wie berufsfachliche und
berufspraktische Kompetenzen. Die vergangenen zwei Jahre an der
Wirtschaftsschule seien auch für die Lehrer nicht immer einfach gewesen.
Immer mehr müsse der Lehrer nicht nur ein guter Vermittler von
Kompetenzen sein, sondern verstärkt Pädagoge und Erzieher. Ein ganzer
Katalog von erzieherischen Maßnahmen gegen unentschuldigtes Fehlen und
Fehlverhalten überhaupt diene dazu, einerseits das grundsätzlich
positive Klassenklima zu erhalten und andererseits die Schüler für
unsere Gesellschaft lebensfähig zu machen. Wer heutzutage erfolgreich
sein wolle, müsse die Regeln, Werte und Normen unserer Gesellschaft
kennen und befolgen. Reinhard Müllers Dank ging an die Lehrerinnen und
Lehrer, weil sie nie die Hoffnung aufgaben und sich für „unsere jungen
Leute einsetzten“. |
| Nach dieser Ansprache ging der
Schulleiter dazu über, diejenigen Schülerinnen mit Lob und Preis
auszuzeichnen, die einen Notenschnitt zwischen 1,9 und 1,6 erreicht
hatten. Ein Lob erhielt Jennifer Hotz (1,9). Die
Preise gingen an Michelle Gieser (1,7), Yagmur Eryilmaz (1,6) und Ayleen
Grün (1,6). Dann kam es zum Höhepunkt der Feierstunde: die Klassenlehrer
Bettina Koschmieder-Ballarini, Tina Boczian und Thorsten Galm
überreichten ihren Schülerinnen und Schülern die begehrten
Abschlusszeugnisse. Die nun ehemaligen Klassensprecher der drei
Wirtschaftsschulklassen bedankten sich bei ihren Eltern und bei ihren
Lehrern: für Beispiele aus dem Alltag, die den Unterrichtsstoff
verständlicher gemacht hatten, für den gemeinsamen Kampf „an vorderster
Front“, und für das gute Miteinander. |
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Mit einer humorvoll kommentierten
Bildpräsentation über zwei Jahre Wirtschaftsschule und einem Sketch, der die
Kompetenzvermittlerrolle des Lehrers karikierte, endete in der Aula des
Berufsschulzentrums Wiesloch die Verabschiedung der Absolventen der
Berufsfachschule für Wirtschaft.
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FS |
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