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Verabschiedung der Absolventen der Kaufmännischen Berufsschule am 28.06.2010

An diesem sehr sonnigen Montag, den 22. Juni versammelten sich Ausbilderinnen und Ausbilder, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer in der Aula des Berufsschulzentrums Wiesloch, um 78 junge Menschen zu verabschieden, die die schulische Abschlussprüfung der Kaufmännischen Berufsschule (KBS) der Johann-Philipp-Bronner Schule bestanden hatten. Mit einem Song aus den Neunzigern von Alanis Marisette („Ironic“), eröffnete Nadine Schnell, zum einen Schülerin der Eingangsklasse 3 des Wirtschaftsgymnasiums und zum anderen Sängerin in der Langenbrückener Band „Wild Cover“ die Feierstunde. Der Leiter der KBS, Studiendirektor Werner Bender, begrüßte alle Anwesenden und gratulierte den nun ehemaligen Schülern und bis zum Bestehen der Kammerprüfungen Noch – Auszubildenden, sehr herzlich zum bestandenen Schulabschluss. Die Absolventen wurden in den Berufen Bürokaufmann, Groß- und Außenhandelskaufmann, Industriekaufmann, Informatik- und Systemkaufmann ausgebildet. Die Fußball-Weltmeisterschaft beherrsche momentan wie kein anderes Thema die Gespräche unter Kollegen und Freunden, in Familie und Schule, so Werner Bender weiter. Deshalb kenne ein jeder die sogenannten fünf Fußballweisheiten.

 

„Wichtig is uffm Platz!“ sei die erste der Weisheiten. Nicht nur Fußballspieler müssen auf dem Platz Leistung zeigen, sondern auch die Auszubildenden. Deren Platz ist Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. In den Unternehmen werden Eigeninitiative und eigene Ideen (Kreativität) erwartet. Die Schule fordert Mitarbeit nicht nur im Unterricht, sondern auch bei Projekten. „Das Runde muss ins Eckige!“ Tore schießen ist die Seele des Fußballspiels, so wie betrieblicher und beruflicher Erfolg für die Auszubildenden. „Ein Spiel dauert 90 Minuten!“ Diese Weisheit stimme nicht, verneinte der Leiter der KBS. Nicht wenige Fußballspiele werden erst in der Verlängerung entschieden. Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen seien angesagt. „Lassen Sie sich nicht entmutigen!“, auch wenn das Prüfungsergebnis nicht wie erwartet ausgefallen sein sollte. „Der nächste Gegner ist immer der Schwerste!“ Diese Weisheit sei eher Kontraproduktiv, so Werner Bender. Die nächsten Herausforderungen im Beruf seien nicht automatisch schwerer als die Abschlussprüfung. Es ginge vielmehr darum, die zukünftigen beruflichen und privaten Herausforderungen anzunehmen und realistisch einzuschätzen. Mit Neugierde und Gelassenheit müsse man an die nächsten Aufgaben herangehen. Chancen müsse man sich erarbeiten, aber auch dargebotene nutzen. Ist das Spiel abgepfiffen, könne sich auch einmal herausstellen, dass man es verloren hat. Dann müsse man nach einer ausführlichen Analyse die richtigen Schlüsse ziehen, fürs nächste Spiel, denn „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!“. Der Leiter der Bronner Schule, Oberstudiendirektor Reinhard Müller, belohnte anschließend Schülerinnen und Schüler mit besonderen Leistungen mit einem Lob bzw. einem Preis. Eine solide Ausbildung sei für junge Menschen eine gute Investition in die Zukunft, sagte der Schulleiter, und Betriebe demonstrierten mit ihrer Ausbildungsbereitschaft Weitsicht. Selbst mitten in Finanz- und Wirtschaftskrise suchen Unternehmen leistungsbereite Mitarbeiter. Den Lob- und Preisträgern und allen Anwesenden wünschte Reinhard Müller viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg. Die begehrten SAP- R3, CISCO und Englisch- Zertifikate bildeten einen weiteren Höhepunkt der Feierstunde. Die Schülerinnen und Schüler in der KBS besitzen mit diesen Zertifikaten  eine solide Grundlagenausbildung in den Programmen SAP-R3, CISCO (Netzwerktechnik) und in Wirtschaftsenglisch. Dabei betonte Studiendirektor Werner Bender, dass nur wenige Schulen in der Bundesrepublik Deutschland autorisiert seien, das SAP/R3 Basis-Zertifikat zu vergeben. Die langersehnten Abschlusszeugnisse der Kaufmännischen Berufsschule erhielten die Auszubildenden durch ihre Klassenlehrer: Günther Katz (Industrie), Hans- Jürgen François für die erkrankte Brigitte Peter (Groß- und Außenhandel), Günter Pfeiffer (Büro) und Lucia Hellinger (Informatik).

 

Nach so vielen Worten war es an der Zeit, Nadine Schnell auf die Bühne zu bitten. Sie interpretierte einfühlsam und gekonnt Nelly Furtados Song „All Good Things!“.

Schüler der verschiedenen Abschlussklassen der KBS dankten ihren Lehrern mit ein paar wohlgesetzten Worten: die drei Schuljahre seien wie im Flug vergangen. Diese Zeit sei lehrreich, anstrengend und schön zugleich gewesen. Nicht so sehr der Inhalt habe bei der Berufsausbildung im Mittelpunkt gestanden, sondern vielmehr die Vermittlung von Methodenkompetenz. Die Inhalte hätten eine immer kürzere Verfallszeit, Methoden hingegen seien etwas Dauerhafteres. Die Feierstunde endete wie sie begann: mit Nadine Schnell. Die Schülerin sang „Ich geh in Flammen auf“ von Rosenstolz und den Ohrwurm „It’s My Life“ von Bon Jovi. Bei allen Darbietungen glänzte die Schülerin und Bandsängerin in einer Person mit Ausdrucksstärke und wohlklingendem Timbre. Werner Bender bat die Anwesenden noch zum Verweilen in der Aula, wo Studiendirektor Günter Pfeiffer mit Wirtschaftsgymnasiasten seiner Klasse Getränke und etwas für den kleinen Hunger anbot. Viele machten davon Gebrauch.

FS
 

Lob und Preis der Kaufmännischen Berufsschule 2010

Preis  
   
Jasmin Trepp   Betty Barclay GmbH & Co. KG
Charleen Eggers Heidelberger Druckmaschinen AG
Christina Olbert  Heidelberger Druckmaschinen AG
Julia Knöbl  REWE
Nicole Kimmel  SWEG
 
Lob  
   
Dennis Mallock Betty Barclay GmbH & Co. KG
Patrick Zöller Freudenberg Unternehmensgruppe
Pascal Palmer  HeidelbergCement Shared Services GmbH
Theresanna Calabrese Heidelberger Druckmaschinen AG
Vanessa Neuert Heidelberger Druckmaschinen AG
Jessica Thoms Heidelberger Druckmaschinen AG
Angelique Wolf Heidelberger Druckmaschinen AG
Andreas Schwarz  Chemische Werke Kluthe GmbH
Bernhard Firnkes KS Gleitlager
Manuel Steger Nussbaum Medien
Marc Schneckenberger SAP AG
Raphael Thurau  SLR Gießerei
Tina Himmelmann  Stadtwerke Walldorf
Nicole Kimmel  SWEG

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