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„82 Auszubildende haben mit Erfolg
die Abschlussprüfung der Kaufmännischen Berufsschule (KBS) der Johann –
Philipp – Bronner Schule Wiesloch bestanden!“ Mit diesen Worten begrüßte die
stellvertretende Leiterin der KBS, Studienrätin Elke Beyerer, die in der
Aula des Berufsschulzentrums anwesenden Ausbilder, Schüler, Eltern und
Lehrer. Zu diesem Erfolg haben 32 Unternehmen der Region beigetragen. Auch
in wirtschaftlich schweren Zeiten wie diesen, sollten die Absolventen der
KBS diesen Tag des Erfolges genießen, auch wenn viele der anwesenden jungen
Menschen einen neuen Arbeitgeber suchen müssten. Studiendirektor Werner
Bender, der Leiter der KBS, nahm diese Worte auf und stellte zu Beginn
seiner Ansprache die Frage in den Raum: „Wie geht es weiter mit der
beruflichen Laufbahn?“
Und an die Adresse der Absolventen:
„Wo leben Sie eigentlich? Im Gestern, im Heute oder in der Zukunft?“ Die
Entscheidung für eine dieser Zeitperspektiven habe großen Einfluss auf
unseren Lebensweg. Alle drei ließen sich in zwei Ausprägungen feststellen:
Da sei der zukunftsorientierte Mensch: zielstrebig, karrierebetont,
beruflich erfolgreich, sich gesund ernährend und regelmäßig Sport treibend.
Allerdings könne dieser kaum den Augenblick genießen und sei ebenso wenig
hilfreich für andere Menschen. Die hoffnungsvolle Ausprägung treffe Vorsorge
für die Zukunft und sei überzeugt, dass sich Leistung lohne. Der
angstbesetzt Zukunftsorientierte sei gequält von Selbstzweifeln: Was wird
morgen sein? Werde ich es schaffen? Da sei zweitens der
gegenwartsorientierte Mensch: weniger strebsam, wenig Sport treibend; dabei
ein Gourmet, gerne mit Menschen zusammen. Der lustbetonte
gegenwartsorientierte Mensch will Spaß und Nervenkitzel: hier und jetzt. Der
schicksalsgläubige Gegenwartsorientierte schreibt das Gute in seinem Leben
eher glücklichen Umständen zu, als eigenem Engagement. Er lasse sich
treiben, so Werner Bender. Lebe der vergangenheitsorientierte Mensch aus
seinen guten Erinnerungen, so stärke das sein Selbstbewusstsein. Er weiß:
seine bisherigen Erfahrungen haben ihn vorwärts gebracht. Lebe der
Vergangenheitsorientierte aus seinen negativen Erlebnissen, so könnten
Rache- oder Schuldgefühle entstehen: Ich habe was verpasst, bin zu kurz
gekommen, alles Einstellungen, die weniger zu einer erfolgreichen
Lebensbewältigung beitragen. Woran erkenne man nun seine gewählte
Zeitperspektive? Der Leiter der KBS fragte sein Publikum weiter: „Hängt Ihre
Wohnung voller Fotos von Früher oder lieben Sie eher abstrakte Kunst an
Ihren Wänden? Gehören Sie zu den Menschen, die immer zu spät kommen? -ein
Raunen ging durch die Zuschauerreihen- oder hassen Sie es, auf andere warten
zu müssen? Einseitige Zeitperspektiven verbauten den Blick und führen zu
falschen Entscheidungen. Nach Philip Zimbaro, einem amerikanischen
Psychologieprofessors, sei eine flexible Zeitperspektive notwendig. Bei der
Arbeit sei eine hoffnungsvolle zukunftsorientierte Perspektive die
sinnvollste Zeitperspektive, wohingegen in der Freizeit durchaus auch eine
lustbetonte Gegenwartsorientierung angesagt. Werner Bender stellte zum
Abschluss seiner mit großem Applaus bedachten Ansprache die Vorteile dieser
Mixtur heraus:
Die positive Sicht der Vergangenheit
gibt Ihnen Wurzeln. Sie gibt Ihnen Halt in der Familie, bei Ihren Freunden,
in der Gesellschaft. Sie sind Teil eines Ganzen. Die Zukunftsorientierung
gibt Ihnen Hoffnung, Optimismus und Energie, um künftige Herausforderungen
meistern zu können. Und eine lustbetonte Gegenwartsorientierung bringt Ihnen
nicht nur eigene Lebensfreude, sondern lässt Sie auf Menschen zugehen, sie
annehmen und ihnen hilfreich zur Seite stehen. Studiendirektor Thomas
Christ, der Stellvertreter des Schulleiters Oberstudiendirektor Reinhard
Müller, belohnte anschließend Schülerinnen und Schüler mit besonderen
Leistungen. Dabei betonte er, dass es hierbei nicht darum gehe, die anderen
als Verlierer abzuqualifizieren. Da oft die großen Vorbilder in unserer
Gesellschaft fehlten, könne er sich die Lob- und Preisträger einer Schule
einfach als Vorbilder im Kleinen vorstellen. Die begehrten SAP- R3, CISCO
und Englisch- Zertifikate bildetetn einen weiteren Höhepunkt der
Feierstunde. Die Schülerinnen und Schüler in der KBS besitzen mit diesen
Zertifikaten eine solide Grundlagenausbildung in den Programmen SAP-R3,
CISCO (Netzwerktechnik) und in Wirtschaftsenglisch. Dabei wurde betont, dass
nur wenige Schulen in Deutschland zum SAP-R3 Abschluss führten. Die
langersehnten Abschlusszeugnisse der Kaufmännischen Berufsschule erhielten
die Auszubildenden durch ihre Klassenlehrer:

Elke Beyerer (Industrie), Bettina
Koschmieder-Ballarini (Groß- und Außenhandel), Thorsten Galm (Büro) und
Franco Gargano (Informatik). Dann ergriffen die nun ehemaligen Schülerinnen
und Schüler der KBS das Wort: Jens Friedrich (Industrie) dankte den Lehrern
für ihr Engagement, und den Schülern in seiner Klasse für die erfolgreiche
Integration eines „Oldies“, wobei er sich selbst meinte. Osman Iritas ließ
drei Jahre Schule Revue passieren und erwähnte Höhen und Tiefen. Saadet
Yeter (Büro) dankte den Lehrern u.a. für deren Toleranz. Julian Lindner und
Raffael Hoffner (Informatik) beendeten den Reigen der Schülerworte mit einer
brillant in Szene gesetzten Rede: Nachdem die aus dem Internet zitierten
Worte Großer einfach nicht auf den heutigen Anlass zuzuschneiden waren, so
die Beiden, und Kostproben die anwesenden zum Lachen anregten, erzählten
Julian und Raffael von der interessanten Vielfalt ihrer Mitschüler, von dem
in einem Boot sitzen, der Gorch Fock des Arbeitslebens, von dem fürs Leben
Gelernten und von dem Spaß zwischen all dem Bewältigen des
Unterrichtsstoffes. Am Ende der Veranstaltung dankte Studiendirektor Werner
Bender vor allem Larissa Schuppel, die die Feierstunde am Klavier
musikalisch begleitet hatte.
Alle Gäste waren noch eingeladen bei
einem Glas Sekt miteinander ins Gespräch zu kommen und sich persönlich
voneinander zu verabschieden. Oberstudienrätin Bettina Koschmieder-Ballarini
hatte mit Schülerinnen der Bronner Schule für das leibliche Wohl vorgesorgt.
Und Viele blieben.
Einen Preis erhielten:
Marcel Kohm, Heidelberger
Druckmaschinen AG - Julian Lindner, Freudenberg
Unternehmensgruppe - Mirko Neureither, Heidelberger
Druckmaschinen AG -
Katharina Ollman, Betty Barclay GmbH & Co. KG -
Toni Schaarschmidt, Heidelberger Cement
Ein Lob erhielten:
Ramona Bergmann, Nussbaum Medien
- Timo Ceccetti, TRW GmbH St. Leon - Katja
Frenznik, FuU Rhein Neckar - Jens Friedrich,
Berufliches Trainingszentrum Wiesloch - Sebastian
Gau, SAP AG - Carina Hilpert, Henkel KGaA
- Jennifer Hoffmann, Deutsche Breitband GmbH -
Thomas Kais, Heidelberger Druckmaschinen AG - Sonja
Kollinger, Netzwerktechnik Schweikert - Selina Lauer,
Heidelberger Druckmaschinen AG -
Christian Link, Betty Barclay GmbH & Co. KG - Sabrina Martin y Maier, Auto
Hofmann - Franziska Reinmuth, Betty Barclay GmbH & Co. KG
- Benjamin Rippberger, Heidelberger Druckmaschinen AG
- Markus Wiegand, Internormen Technology
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