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Verabschiedung der Absolventen der Kaufmännischen Berufsschule der Johann – Philipp – Bronner Schule

am 25.06.2009

„82 Auszubildende haben mit Erfolg die Abschlussprüfung der Kaufmännischen Berufsschule (KBS) der Johann – Philipp – Bronner Schule Wiesloch bestanden!“ Mit diesen Worten begrüßte die stellvertretende Leiterin der KBS, Studienrätin Elke Beyerer, die in der Aula des Berufsschulzentrums anwesenden Ausbilder, Schüler, Eltern und Lehrer. Zu diesem Erfolg haben 32 Unternehmen der Region beigetragen. Auch in wirtschaftlich schweren Zeiten wie diesen, sollten die Absolventen der KBS diesen Tag des Erfolges genießen, auch wenn viele der anwesenden jungen Menschen einen neuen Arbeitgeber suchen müssten. Studiendirektor Werner Bender, der Leiter der KBS, nahm diese Worte auf und stellte zu Beginn seiner Ansprache die Frage in den Raum: „Wie geht es weiter mit der beruflichen Laufbahn?“

Und an die Adresse der Absolventen: „Wo leben Sie eigentlich? Im Gestern, im Heute oder in der Zukunft?“ Die Entscheidung für eine dieser Zeitperspektiven habe großen Einfluss auf unseren Lebensweg. Alle drei ließen sich in zwei Ausprägungen feststellen: Da sei der zukunftsorientierte Mensch: zielstrebig, karrierebetont, beruflich erfolgreich, sich gesund ernährend und regelmäßig Sport treibend. Allerdings könne dieser kaum den Augenblick genießen und sei ebenso wenig hilfreich für andere Menschen. Die hoffnungsvolle Ausprägung treffe Vorsorge für die Zukunft und sei überzeugt, dass sich Leistung lohne. Der angstbesetzt Zukunftsorientierte sei gequält von Selbstzweifeln: Was wird morgen sein? Werde ich es schaffen? Da sei zweitens der gegenwartsorientierte Mensch: weniger strebsam, wenig Sport treibend; dabei ein Gourmet, gerne mit Menschen zusammen. Der lustbetonte gegenwartsorientierte Mensch will Spaß und Nervenkitzel: hier und jetzt. Der schicksalsgläubige Gegenwartsorientierte schreibt das Gute in seinem Leben eher glücklichen Umständen zu, als eigenem Engagement. Er lasse sich treiben, so Werner Bender.  Lebe der vergangenheitsorientierte Mensch aus seinen guten Erinnerungen, so stärke das sein Selbstbewusstsein. Er weiß: seine bisherigen Erfahrungen haben ihn vorwärts gebracht. Lebe der Vergangenheitsorientierte aus seinen negativen Erlebnissen, so könnten Rache- oder Schuldgefühle entstehen: Ich habe was verpasst, bin zu kurz gekommen, alles Einstellungen, die weniger zu einer erfolgreichen Lebensbewältigung beitragen. Woran erkenne man nun seine gewählte Zeitperspektive? Der Leiter der KBS fragte sein Publikum weiter: „Hängt Ihre Wohnung voller Fotos von Früher oder lieben Sie eher abstrakte Kunst an Ihren Wänden? Gehören Sie zu den Menschen, die immer zu spät kommen? -ein Raunen ging durch die Zuschauerreihen- oder hassen Sie es, auf andere warten zu müssen? Einseitige Zeitperspektiven verbauten den Blick und führen zu falschen Entscheidungen. Nach Philip Zimbaro, einem amerikanischen Psychologieprofessors, sei eine flexible Zeitperspektive notwendig. Bei der Arbeit sei eine hoffnungsvolle zukunftsorientierte Perspektive die sinnvollste Zeitperspektive, wohingegen in der Freizeit durchaus auch eine lustbetonte Gegenwartsorientierung angesagt. Werner Bender stellte zum Abschluss seiner mit großem Applaus bedachten Ansprache die Vorteile dieser Mixtur heraus:

Die positive Sicht der Vergangenheit gibt Ihnen Wurzeln. Sie gibt Ihnen Halt in der Familie, bei Ihren Freunden, in der Gesellschaft. Sie sind Teil eines Ganzen. Die Zukunftsorientierung gibt Ihnen Hoffnung, Optimismus und Energie, um künftige Herausforderungen meistern zu können. Und eine lustbetonte Gegenwartsorientierung bringt Ihnen nicht nur eigene Lebensfreude, sondern lässt Sie auf Menschen zugehen, sie annehmen und ihnen hilfreich zur Seite stehen. Studiendirektor Thomas Christ, der Stellvertreter des Schulleiters Oberstudiendirektor Reinhard Müller, belohnte anschließend Schülerinnen und Schüler mit besonderen Leistungen. Dabei betonte er, dass es hierbei nicht darum gehe, die anderen als Verlierer  abzuqualifizieren. Da oft die großen Vorbilder in unserer Gesellschaft fehlten, könne er sich die Lob- und Preisträger einer Schule einfach als Vorbilder im Kleinen vorstellen. Die begehrten SAP- R3, CISCO und Englisch- Zertifikate bildetetn einen weiteren Höhepunkt der Feierstunde. Die Schülerinnen und Schüler in der KBS besitzen mit diesen Zertifikaten  eine solide Grundlagenausbildung in den Programmen SAP-R3, CISCO (Netzwerktechnik) und in Wirtschaftsenglisch. Dabei wurde betont, dass nur wenige Schulen in Deutschland zum SAP-R3 Abschluss führten. Die langersehnten Abschlusszeugnisse der Kaufmännischen Berufsschule erhielten die Auszubildenden durch ihre Klassenlehrer:

 

Elke Beyerer (Industrie), Bettina Koschmieder-Ballarini (Groß- und Außenhandel), Thorsten Galm (Büro) und Franco Gargano (Informatik). Dann ergriffen die nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler der KBS das Wort: Jens Friedrich (Industrie) dankte den Lehrern für ihr Engagement, und den Schülern in seiner Klasse für die erfolgreiche Integration eines „Oldies“, wobei er sich selbst meinte. Osman Iritas ließ drei Jahre Schule Revue passieren und erwähnte Höhen und Tiefen. Saadet Yeter (Büro) dankte den Lehrern u.a. für deren Toleranz. Julian Lindner und Raffael Hoffner (Informatik) beendeten den Reigen der Schülerworte mit einer brillant in Szene gesetzten Rede: Nachdem die aus dem Internet zitierten Worte Großer einfach nicht auf den heutigen Anlass zuzuschneiden waren, so die Beiden, und Kostproben die anwesenden zum Lachen anregten, erzählten Julian und Raffael von der interessanten Vielfalt  ihrer Mitschüler, von dem in einem Boot sitzen, der Gorch Fock des Arbeitslebens, von dem fürs Leben Gelernten und von dem Spaß zwischen all dem Bewältigen des Unterrichtsstoffes. Am Ende der Veranstaltung dankte Studiendirektor Werner Bender vor allem Larissa Schuppel, die die Feierstunde am Klavier musikalisch begleitet hatte.

Alle Gäste waren noch eingeladen bei einem Glas Sekt  miteinander ins Gespräch zu kommen und sich persönlich voneinander zu verabschieden. Oberstudienrätin Bettina Koschmieder-Ballarini  hatte mit Schülerinnen der Bronner Schule für das leibliche Wohl vorgesorgt. Und Viele blieben.

Einen Preis erhielten:

Marcel Kohm, Heidelberger Druckmaschinen AG - Julian Lindner, Freudenberg Unternehmensgruppe - Mirko Neureither, Heidelberger  Druckmaschinen AG - Katharina Ollman, Betty Barclay GmbH & Co. KG - Toni Schaarschmidt, Heidelberger Cement

Ein Lob erhielten:

Ramona Bergmann, Nussbaum Medien - Timo Ceccetti, TRW GmbH St. Leon - Katja Frenznik, FuU Rhein Neckar - Jens Friedrich, Berufliches Trainingszentrum Wiesloch - Sebastian Gau, SAP AG - Carina Hilpert, Henkel KGaA - Jennifer Hoffmann, Deutsche Breitband GmbH - Thomas Kais, Heidelberger Druckmaschinen AG - Sonja Kollinger, Netzwerktechnik Schweikert - Selina Lauer, Heidelberger Druckmaschinen AG - Christian Link, Betty Barclay GmbH & Co. KG - Sabrina Martin y Maier, Auto Hofmann  - Franziska Reinmuth, Betty Barclay GmbH & Co. KG - Benjamin Rippberger, Heidelberger Druckmaschinen AG - Markus Wiegand, Internormen Technology

 

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