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Verabschiedung der Absolventen des Wirtschaftsgymnasiums 30.06.2010

Der diesjährige Abiturball des Wirtschaftsgymnasiums (WG) der Johann-Philipp-Bronner Schule Wiesloch im Palatin stand ganz im Zeichen der Fußball-WM und von zahlreichen Rückblicken. Denn wie sagte schon der ehemalige Bundespräsident Richard v. Weizsäcker: „Wir lernen in der Gegenwart aus der Vergangenheit für die Zukunft!“ Eröffnet wurde der offizielle Teil des Abi-Balls von Christopher Schwarz mit dem Klavierstück „Bella’s Lullaby“.

Studiendirektorin Gabriele Treiber, die Leiterin des Wirtschaftsgymnasiums, begrüßte sodann alle anwesenden Abiturienten, Eltern und Lehrer sehr herzlich. „Schule ist aus!“ so begannen die Klassenlehrer Kathrin Bundschuh und Michael Ries ihre Ansprache. Immerhin hätten die Abiturientinnen und Abiturienten in ihren dreizehn Schuljahren 15.000 Schulstunden absolviert und dabei an die 30.000 Mal den Schulgong gehört. Im Unterricht könne man nun nicht mehr zu spät kommen. Und auch kein Lehrer werde mehr nach dem Grund des Zu-Spät-Kommens fragen, aber vielleicht der zukünftige Ausbilder. Unsere Gesellschaft basiere auf Geschwindigkeit: immer schneller, höher, weiter… Aber zu viel Tempo sei eher kontraproduktiv: sehe man beim Fliegen meist nur Wolken, so reize ein Trip per Drahtesel die unterschiedlichsten Sinne. Und über viel mehr Eindrücke könne man auf dem Weg zum Ziel erzählen. Michael Ries warnte vor zu viel Geschwindigkeit. Klug sei derjenige, der im richtigen Moment Gas gebe und bremse. Einen Einblick in die letzten drei Schuljahre gab Kathrin Bundschuh. Aus aktuellem Anlass übersetzte Sie dabei alles in die Fußballsprache. „Gemeinsam zum Titel!“, sei das Motto aller Schüler (= Spieler) der Eingangsklassen gewesen. Die Trainer (= Lehrer) erwarteten von ihren Spielern Konzentration, Durchhaltevermögen und eine hohe Laufbereitschaft (= Lernbereitschaft). Schon bald sei einigen Spielern die Puste ausgegangen, so dass sie das Trainingscamp verlassen mussten oder in eine andere Liga wechseln. In der Jahrgangsstufe 1 wurden Tempo und Niveau des Trainings erhöht, denn der neue Trainingsplan (= Lehrplan) verlangte dies. Eine kurze Auszeit gab es für alle Spieler in Hamburg, so Kathrin Bundschuh weiter: zur Förderung des Mannschaftsgeistes. Dann ging das Training bis zur Endausscheidung (= Abitur) mit unvermindertem Tempo weiter. Und direkt an die Abiturienten gewandt: „Ihr haltet bald  einen wichtigen Pokal (=Abiturzeugnis) in euren Händen, die Eintrittskarte in Studium und Beruf. Ihr steht damit am Anfang eines neuen Trainingsabschnitts, mit neuen Spielen und neuen Titeln“.

Oberstudiendirektor Reinhard Müller, der Leiter der Bronner Schule, beglückwünschte alle Abiturientinnen und Abiturienten im Saal des Palatin mit einem Ausspruch des berühmten Weinbaupioniers Johann-Philipp-Bronner: „Der Veredelungsprozess war nicht einfach. Einige Rebstöcke(= Schüler) sind trotz großer Pflegemaßnahmen nicht zur Blüte gekommen, andere wiederum sind gereift und haben sich prächtig entfaltet.“ Dieser Jahrgang 2010 sei kein Masseträger. Mit einem Schnitt von 2,7 (= Notenschnitt) ließe sich der Jahrgang in seiner Mehrzahl als guter Qualitätswein verkaufen, wobei aber auch Spitzenweine darunter seien. Mit diesen Worten leitete Reinhard Müller zur „Auszeichnung besonderer Leistungen“ über:

Vierzehnzehn Schülerinnen und Schüler wurden ein Lob bzw. ein Preis verliehen. Zusätzlich  erhielt Daniel Schulz den Preis für die beste Leistung im Profilfach des Wirtschaftsgymnasiums: „Wirtschaft“, den Scheffelpreis für hervorragende Leistungen im Fach Deutsch hatte sich ebenfalls Daniel Schulz erarbeitet Für hervorragende Leistungen im Fach Evangelische Religion wurde der Thomas-Naogeorgus-Preis an Blessing Häffner und Daniel Schulz verliehen. David Schimke bekam den Heinrich-Heine-Preis für besonderes Engagement im Deutsch-Unterricht, den Wolfram Koschmieder, ein ehemaliger Lehrer an der Bronner Schule gestiftet hatte.

Der diesjährige Scheffelpreisträger Daniel Schulz  stellte sein rednerisches Können unter Beweis: „Wir können heute Abend mit Stolz behaupten, alle Anstrengungen erfolgreich hinter uns gelassen zu haben.“ Dass Erfolg jedoch nicht nur von denjenigen abhängt, die am Ende die Lorbeeren dafür ernten, kann man derzeit eindrucksvoll in Südafrika beobachten: Mit Heerscharen von Ärzten, Trainern und Masseuren, reisen die Mannschaften an, die den Akteuren für ihren Kampf um die Weltmeisterschaft ein möglichst optimales Umfeld bieten wollen. Dies sei dem Betreuerteam am Wirtschaftsgymnasium gelungen, allerdings mussten sich die Schüler mit Trainern (= Lehrern) begnügen, Ärzte und Masseure seien in der Schule leider nicht vorgesehen, so Daniel Schulz mit einem Anflug von Ironie weiter. Die Kompetenztage zu Beginn der Eingangsklasse, seien geeignet gewesen, die Schüler in ihre neuen Klassen zu integrieren; angesichts der verschiedenen Herkunftsschulen, wie Werkrealschule, Wirtschaftsschule, Realschule und Gymnasium und den damit verbundenen unterschiedlichen Vorbildungen keine leichte Aufgabe. Abiturienten wie auch Lehrer könnten sich über ihre Leistungen freuen. „Für uns alle ist der Abpfiff unserer Schulzeit an diesem Abend endgültig.“ Die nahezu 40.000 Abiturienten in ganz Baden-Württemberg beschäftigten sich derzeit mit der Frage, was sie in Bundeswehr, Zivildienst, Ausbildung oder Studium erwarte. Niemand werde sie dort an die exakte Einhaltung der entsprechenden Fristen erinnern, wie dies Frau Treiber unermüdlich getan habe. Die Allgemeine Hochschulreife, die das Abiturzeugnis bewirkt, sei eine Zwischenstation. Es müssten neue Ziele gesetzt werden, ein neuer Lebensabschnitt begänne. Daniel Schulz beendete seine Rede mit einem Ausspruch des deutschen Schriftstellers Martin Mosebach: „Man muss sich um das Neue keine Sorgen machen. Das kommt ganz von selbst.“

Es folgte nun die Übergabe der begehrten Abiturzeugnisse an die Abiturientinnen und Abiturienten durch ihre Klassenlehrer  Michael Ries (J 2/1), Kerstin Müller (J 2/2) und Kathrin Bundschuh (J 2/3).

Der offizielle Teil des Abi Balls wurde von der Abi Band 2010 der Bronner Schule, bestehend aus Nicola Gräder (Gesang), Christopher Schwarz (Klavier) und Johannes Willinger (Schlagzeug), mit dem bekannten Hit „Almost Lover“ beschlossen.

Nach einer Pause, in der sich alle Gäste kulinarisch stärken konnten, begrüßten Sarah Becker und Jan Steger, der ehemalige Schülersprecher, die Anwesenden im Saal zum Schülerball, bzw. die beiden pfiffen das Spiel an. Erstes Highlight: ein Film über eine alternative mit viel Musik und Tanz ausgestattete Führung durch das Haus der Bronner Schule: Stimmung kam auf. Die Deutschlehrerin Cornelia Geider-Starke schlüpfte in die Rolle einer Märchenerzählerin und erzählte von vielen Prinzessinnen und Prinzen, die im Laufe von drei Jahren im Bronner-Königreich entweder verlorengegangen waren oder den Siegespreis erlangt hatten. Es folgten drei Minispiele. Im ersten mussten jeweils zwei Schüler und Lehrer als Dreibein-Team ins gegnerische Tor treffen und das eigene Tor verteidigen. Mit zwei neuen Teams wiederholte sich das erste Spiel: nun aber saßen die Teams auf Bobby Cars. Ein Quiz zwischen Lehrern und Abiturienten –das natürlich die Fußball-WM zum Thema hatte, zeigte gnadenlos die Unterlegenheit der Lehrer. Seltsam nur, dass die beiden Schülerinnen irgendwie immer an die leichten Fragen kamen, wie z.B. welche Farbe hat der Fußballrasen in Südafrika? Wie dem auch sei: die sechs Lehrer verloren und mussten dafür eine Laola-Welle losmachen, was ihnen auch prima gelang. Nach Motiven aus verschiedenen Musicals, wie z.B. „Der König der Löwen“ glänzten die Abiturientinnen und Abiturienten mit einer hervorragenden Choreografie und ansteckender Lebensfreude. Als sich die Jungs in der Vorbereitungszeit zu den Proben trafen, um ihren Tanz einzustudieren, dachten sie nicht im Traum daran, dass ein Ballett aus Schwanensee bei ihrem Publikum Heiterkeit verursachen würde. Dafür gab es allerdings auch einen riesigen Applaus. Der am WG beliebte Spanischunterricht wurde durch ein eindrückliches Lied gegen das Rauchen geehrt. Ein buntes Treiben der nun ehemaligen Schüler im WM-Dress mit Deutschlandfähnchen auf der Bühne beendete das lebhafte und humorvolle Programm des Abi Jahrgangs 2010. Jeder einzelne Lehrer des Abi-Jahrgangs wurde zum Abschluss des Abi Balls mit einer speziellen Ankündigung nach Vorne gebeten und erhielt eine Goldmedaille, z.B. für den goldigsten Lehrer und ein Jahrgangstufenfoto. Mit einem Song von Herbert Grönemeyer verabschiedete sich der Jahrgang ABI 2010 von seinen Gästen.

Fs

Ein Lob erhielten:   Einen Preis erhielten:

 

Benjamin Bohn

Fabio Fortunati

Cansu Il

Katharina Maier

Daniel Seifert

 

 

Florian Alsdorf

Blessing Häffner

Julia Lakatos

Daniel Schulz

Anna Wirth

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