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Der diesjährige Abiturball des
Wirtschaftsgymnasiums (WG) der Johann-Philipp-Bronner
Schule Wiesloch im Palatin stand ganz im Zeichen der Fußball-WM und von
zahlreichen Rückblicken. Denn wie sagte schon der ehemalige Bundespräsident
Richard v. Weizsäcker: „Wir lernen in der Gegenwart aus der Vergangenheit
für die Zukunft!“ Eröffnet wurde der offizielle Teil des Abi-Balls von
Christopher Schwarz mit dem Klavierstück „Bella’s Lullaby“.
Studiendirektorin Gabriele Treiber,
die Leiterin des Wirtschaftsgymnasiums, begrüßte sodann alle anwesenden
Abiturienten, Eltern und Lehrer sehr herzlich. „Schule ist aus!“ so begannen
die Klassenlehrer Kathrin Bundschuh und Michael Ries ihre Ansprache.
Immerhin hätten die Abiturientinnen und Abiturienten in ihren dreizehn
Schuljahren 15.000 Schulstunden absolviert und dabei an die 30.000 Mal den
Schulgong gehört. Im Unterricht könne man nun nicht mehr zu spät kommen. Und
auch kein Lehrer werde mehr nach dem Grund des Zu-Spät-Kommens fragen, aber
vielleicht der zukünftige Ausbilder. Unsere Gesellschaft basiere auf
Geschwindigkeit: immer schneller, höher, weiter… Aber zu viel Tempo sei eher
kontraproduktiv: sehe man beim Fliegen meist nur Wolken, so reize ein Trip
per Drahtesel die unterschiedlichsten Sinne. Und über viel mehr Eindrücke
könne man auf dem Weg zum Ziel erzählen. Michael Ries warnte vor zu viel
Geschwindigkeit. Klug sei derjenige, der im richtigen Moment Gas gebe und
bremse. Einen Einblick in die letzten drei Schuljahre gab Kathrin Bundschuh.
Aus aktuellem Anlass übersetzte Sie dabei alles in die Fußballsprache.
„Gemeinsam zum Titel!“, sei das Motto aller Schüler (= Spieler) der
Eingangsklassen gewesen. Die Trainer (= Lehrer) erwarteten von ihren
Spielern Konzentration, Durchhaltevermögen und eine hohe Laufbereitschaft (=
Lernbereitschaft). Schon bald sei einigen Spielern die Puste ausgegangen, so
dass sie das Trainingscamp verlassen mussten oder in eine andere Liga
wechseln. In der Jahrgangsstufe 1 wurden Tempo und Niveau des Trainings
erhöht, denn der neue Trainingsplan (= Lehrplan) verlangte dies. Eine kurze
Auszeit gab es für alle Spieler in Hamburg, so Kathrin Bundschuh weiter: zur
Förderung des Mannschaftsgeistes. Dann ging das Training bis zur
Endausscheidung (= Abitur) mit unvermindertem Tempo weiter. Und direkt an
die Abiturienten gewandt: „Ihr haltet bald einen wichtigen Pokal
(=Abiturzeugnis) in euren Händen, die Eintrittskarte in Studium und Beruf.
Ihr steht damit am Anfang eines neuen Trainingsabschnitts, mit neuen Spielen
und neuen Titeln“.
Oberstudiendirektor Reinhard Müller,
der Leiter der Bronner Schule, beglückwünschte alle Abiturientinnen und
Abiturienten im Saal des Palatin mit einem Ausspruch des berühmten
Weinbaupioniers Johann-Philipp-Bronner:
„Der Veredelungsprozess war nicht einfach. Einige Rebstöcke(= Schüler) sind
trotz großer Pflegemaßnahmen nicht zur Blüte gekommen, andere wiederum sind
gereift und haben sich prächtig entfaltet.“ Dieser Jahrgang 2010 sei kein
Masseträger. Mit einem Schnitt von 2,7 (= Notenschnitt) ließe sich der
Jahrgang in seiner Mehrzahl als guter Qualitätswein verkaufen, wobei aber
auch Spitzenweine darunter seien. Mit diesen Worten leitete Reinhard Müller
zur „Auszeichnung besonderer Leistungen“ über:
Vierzehnzehn Schülerinnen und
Schüler wurden ein Lob bzw. ein Preis verliehen. Zusätzlich erhielt Daniel
Schulz den Preis für die beste Leistung im Profilfach des
Wirtschaftsgymnasiums: „Wirtschaft“, den Scheffelpreis für hervorragende
Leistungen im Fach Deutsch hatte sich ebenfalls Daniel Schulz erarbeitet Für
hervorragende Leistungen im Fach Evangelische Religion wurde der
Thomas-Naogeorgus-Preis an Blessing Häffner und Daniel Schulz verliehen.
David Schimke bekam den Heinrich-Heine-Preis für besonderes Engagement im
Deutsch-Unterricht, den Wolfram Koschmieder, ein ehemaliger Lehrer an der
Bronner Schule gestiftet hatte.
Der diesjährige Scheffelpreisträger
Daniel Schulz stellte sein rednerisches Können unter Beweis: „Wir können
heute Abend mit Stolz behaupten, alle Anstrengungen erfolgreich hinter uns
gelassen zu haben.“ Dass Erfolg jedoch nicht nur von denjenigen abhängt, die
am Ende die Lorbeeren dafür ernten, kann man derzeit eindrucksvoll in
Südafrika beobachten: Mit Heerscharen von Ärzten, Trainern und Masseuren,
reisen die Mannschaften an, die den Akteuren für ihren Kampf um die
Weltmeisterschaft ein möglichst optimales Umfeld bieten wollen. Dies sei dem
Betreuerteam am Wirtschaftsgymnasium gelungen, allerdings mussten sich die
Schüler mit Trainern (= Lehrern) begnügen, Ärzte und Masseure seien in der
Schule leider nicht vorgesehen, so Daniel Schulz mit einem Anflug von Ironie
weiter. Die Kompetenztage zu Beginn der Eingangsklasse, seien geeignet
gewesen, die Schüler in ihre neuen Klassen zu integrieren; angesichts der
verschiedenen Herkunftsschulen, wie Werkrealschule, Wirtschaftsschule,
Realschule und Gymnasium und den damit verbundenen unterschiedlichen
Vorbildungen keine leichte Aufgabe. Abiturienten wie auch Lehrer könnten
sich über ihre Leistungen freuen. „Für uns alle ist der Abpfiff unserer
Schulzeit an diesem Abend endgültig.“ Die nahezu 40.000 Abiturienten in ganz
Baden-Württemberg beschäftigten sich derzeit mit der Frage, was sie in
Bundeswehr, Zivildienst, Ausbildung oder Studium erwarte. Niemand werde sie
dort an die exakte Einhaltung der entsprechenden Fristen erinnern, wie dies
Frau Treiber unermüdlich getan habe. Die Allgemeine Hochschulreife, die das
Abiturzeugnis bewirkt, sei eine Zwischenstation. Es müssten neue Ziele
gesetzt werden, ein neuer Lebensabschnitt begänne. Daniel Schulz beendete
seine Rede mit einem Ausspruch des deutschen Schriftstellers Martin Mosebach:
„Man muss sich um das Neue keine Sorgen machen. Das kommt ganz von selbst.“
Es folgte nun die Übergabe der
begehrten Abiturzeugnisse an die Abiturientinnen und Abiturienten durch ihre
Klassenlehrer Michael Ries (J 2/1), Kerstin Müller (J 2/2) und Kathrin
Bundschuh (J 2/3).
Der offizielle Teil des Abi Balls
wurde von der Abi Band 2010 der Bronner Schule, bestehend aus
Nicola Gräder (Gesang), Christopher Schwarz (Klavier) und Johannes Willinger
(Schlagzeug), mit dem bekannten Hit „Almost Lover“ beschlossen.
Nach einer Pause, in der sich alle
Gäste kulinarisch stärken konnten, begrüßten Sarah Becker und Jan Steger,
der ehemalige Schülersprecher, die Anwesenden im Saal zum Schülerball, bzw.
die beiden pfiffen das Spiel an. Erstes Highlight: ein Film über eine
alternative mit viel Musik und Tanz ausgestattete Führung durch das Haus der
Bronner Schule: Stimmung kam auf. Die Deutschlehrerin Cornelia Geider-Starke
schlüpfte in die Rolle einer Märchenerzählerin und erzählte von vielen
Prinzessinnen und Prinzen, die im Laufe von drei Jahren im
Bronner-Königreich entweder verlorengegangen waren oder den Siegespreis
erlangt hatten. Es folgten drei Minispiele. Im ersten mussten jeweils zwei
Schüler und Lehrer als Dreibein-Team ins gegnerische Tor treffen und das
eigene Tor verteidigen. Mit zwei neuen Teams wiederholte sich das erste
Spiel: nun aber saßen die Teams auf Bobby Cars. Ein Quiz zwischen Lehrern
und Abiturienten –das natürlich die Fußball-WM zum Thema hatte, zeigte
gnadenlos die Unterlegenheit der Lehrer. Seltsam nur, dass die beiden
Schülerinnen irgendwie immer an die leichten Fragen kamen, wie z.B. welche
Farbe hat der Fußballrasen in Südafrika? Wie dem auch sei: die sechs Lehrer
verloren und mussten dafür eine Laola-Welle losmachen, was ihnen auch prima
gelang. Nach Motiven aus verschiedenen Musicals, wie z.B. „Der König der
Löwen“ glänzten die Abiturientinnen und Abiturienten mit einer
hervorragenden Choreografie und ansteckender Lebensfreude. Als sich die
Jungs in der Vorbereitungszeit zu den Proben trafen, um ihren Tanz
einzustudieren, dachten sie nicht im Traum daran, dass ein Ballett aus
Schwanensee bei ihrem Publikum Heiterkeit verursachen würde. Dafür gab es
allerdings auch einen riesigen Applaus. Der am WG beliebte
Spanischunterricht wurde durch ein eindrückliches Lied gegen das Rauchen
geehrt. Ein buntes Treiben der nun ehemaligen Schüler im WM-Dress mit
Deutschlandfähnchen auf der Bühne beendete das lebhafte und humorvolle
Programm des Abi Jahrgangs 2010. Jeder einzelne Lehrer des Abi-Jahrgangs
wurde zum Abschluss des Abi Balls mit einer speziellen Ankündigung nach
Vorne gebeten und erhielt eine Goldmedaille, z.B. für den goldigsten Lehrer
und ein Jahrgangstufenfoto. Mit einem Song von Herbert Grönemeyer
verabschiedete sich der Jahrgang ABI 2010 von seinen Gästen.
Fs
| Ein Lob erhielten: |
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Einen Preis erhielten: |
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Benjamin Bohn
Fabio Fortunati
Cansu Il
Katharina Maier
Daniel Seifert |
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Florian
Alsdorf
Blessing
Häffner
Julia Lakatos
Daniel Schulz
Anna Wirth |
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