Wirtschaftsgymnasium
Kaufmännisches Berufskolleg
Wirtschaftsschule
Kaufmännische Berufsschule
Rhein-Neckar-Kreis
Startseite
Allgemeines
Schulleitung
Sekretariat
Schularten

Aktuelles  

Termine
ABI Ball der Abiturienten am 28. Juni 2008 im Palatin
 

Zur Eröffnung des diesjährigen Abiballs des Wirtschaftsgymnasiums (WG) der Johann-Philipp-Bronner Schule Wiesloch im Palatin begrüßte Studiendirektorin Gabriele Treiber alle Anwesenden mit einem Bild: 90 Reisende seien 2005 in den Intercity Express Abitur 2008 gestiegen, für viele Schülerinnen und Schüler eine abenteuerliche Fahrt. Drei Großraumwagen (Klassen) standen zur Verfügung, mit drei Zugbegleitern (Hans- Jürgen François, Brigitte Peter & Günter Pfeiffer). Eine kleinere Reisegruppe habe innerhalb eines Großraumwagens ein eigenes Abteil erhalten mit zwei Zugbegleiterinnen (Katrin Bundschuh & Bettina Sieber), so die Leiterin des WG Wiesloch weiter. Immerhin seien 69 Reisende ans Ziel gelangt: Abitur 2008. Allen Abiturienten gratulierte sie herzlich.

Die traditionelle Ansprache hielt dieses Jahr Oberstudienrat Klaus Rothmaier von der Fachschaft Deutsch. Die Gesellschaft sei härter geworden, zitierte er aus Henning Mankells berühmten Kriminalroman „Die Fünfte Frau“. Doch auch in der Wirklichkeit spüre man, dass die Stimmung in unserer Gesellschaft angespannter geworden sei in der letzten Zeit. Da will einerseits die Deutsche Industriebank ihre Milliardenverluste aus faulen Immobilienkrediten in USA aus dem Topf der Steuerzahler ausgleichen, andererseits erweitere sich derjenige Anteil an der deutschen Bevölkerung, der davon lebe, dass andere Lebensmittel einsammelten, die nicht mehr offiziell gehandelt werden könnten und dann an diese zu einem geringen Entgelt weiterveräußerten. Bundesweit würden von diesen „Tafeln“ genannten Einrichtungen 800.000 Menschen versorgt, ein ¼ davon seien Kinder. Immer mehr Erzieherinnen im Kindergarten und Grundschullehrerinnen und -lehrer bekämen es mit Kindern zu tun, die zu Hause nicht verpflegt werden konnten. Da könne man etwas von der Härte der aktuellen Verteilungskämpfe spüren. Mit Ulrich Wickert, dem früheren Tagesthemenmoderator,  beklagte Klaus Rothmaier, dass politisches Handeln häufig nicht von moralischem Wollen begleitet seien. Und die Jugend? In einer härter werdenden Welt suchten die Jugendlichen Geborgenheit. Nach einer Shell-Studie seien sie der Meinung, dass man eine Familie brauche, um wirklich glücklich leben zu können. Fleiß, Ehrgeiz und Sicherheit seien als Werte im Aufwind. Die Sorgen der Jugendlichen drehten sich deutlich stärker um Verlust des Arbeitsplatzes oder darum, keine ihrer Vorbildung entsprechende Beschäftigung zu finden. Gegen Ende seiner Rede verwies der Oberstudienrat auf ein Zitat von Goethe, der im „Faust“ Gott sagen lässt: „Weiß doch der Gärtner, wenn das Bäumchen grünt, dass Blüt und Frücht die künft’gen Jahre zieren.“ Rothmaier wünschte den Abiturientinnen und Abiturienten, dass sie auf ihrem weiteren Lebensweg bei Bedarf ein paar solche Gärtner finden mögen, die sie gelegentlich in Pflege nähmen, und dass sie trotz aller Härten genug Spielraum hätten, wenigstens einige ihrer Träume zu verwirklichen.

Nach diesen Gedanken des passionierten Deutschlehrers zur Verabschiedung der Abiturienten zeichnete Oberstudiendirektor Reinhard Müller, der Leiter der Johann-Philipp-Bronner Schule Wiesloch acht Schülerinnen und Schüler mit Lob und Preis aus. Zusätzlich erhielt Jonathan Pfeiffer den Preis für die beste Leistung im Profilfach des Wirtschaftsgymnasiums: „Volks- und Betriebswirtschaft mit wirtschaftlichem Rechnungswesen“, den Scheffelpreis für hervorragende Leistungen im Fach Deutsch hatte sich Eva Rapp erarbeitet, Brinja Eiffler erhielt den Apollinaire-Preis für ausgezeichnete Leistungen im Fach Französisch, und Benjamin Starke erhielt den Preis für besonderes soziales Engagement zugunsten der Mitschüler und der Schule. Für hervorragende Leistungen im Fach Evangelische Religion wurde der Thomas-Naogeorgus-Preis an Simon Trimpin verliehen. Naogeorgus wurde um 1508 als Thomas Kirchmeyer in Straubing geboren. Im Alter von 22 Jahren schloss er sich der Reformation an. Im Januar 1563 schließlich wurde er Pfarrer in Wiesloch, wo er am 29. Dezember desselben Jahres an der Pest verstarb. Simon Trimpin bekam auch den Heinrich-Heine-Preis für besonderes Engagement im Deutsch-Unterricht, den Wolfram Koschmieder, ein ehemaliger Lehrer an der Bronner Schule gestiftet hatte.

Nachdem alle Preise überreicht waren, ergriff die aktuelle Scheffelpreisträgerin der Bronner Schule, Eva Rapp, das Wort: „Wie das Motto unserer Jahrgangstufe „Abiwatchers 08“ vermuten lässt, liegen uns Fitness und Gesundheit am Herzen.“ Ein Vergleich mit den Fußballern unserer Zeit müssten sie nicht scheuen. Sie hätten sogar der deutschen Nationalelf etwas voraus: Die Abiturienten hätten ihre Spiele für diese Saison schon zu Ende gebracht. Und sie seien eben auch nicht nur elf Feldspieler, sondern stolze neunundsechzig. Der Trainerstab sei ebenfalls überraschend groß, sowie vielfältig ausgebildet und deshalb seien die Abiturienten nicht nur in Sport fachkundig. Alle diese Fähigkeiten haben die Schüler im ganz persönlichen Finale -der Abiturprüfung- unter Beweis gestellt. Spätestens seit Kafka sei jedem von ihnen klar, dass es immer verschiedene Sichtweisen gebe, Vorgefallenes -wie z.B. den Gesamt-Abi-Schnitt von 2,9- zu interpretieren. Aus diesem Grund könne man weder die eine noch die andere Seite allein verantwortlich machen. Wie man an der Europameisterschaft sehe, sei Erfolg eben auch eine Frage des Teamgeists, so Eva Rapp weiter. Und: Gewinnen mache gemeinsam einfach am meisten Spaß.

Große Freude kam unter den Abiturienten auf, als die Klassenlehrer Hans- Jürgen François, Brigitte Peter, Günter Pfeiffer und Bettina Sieber die heißbegehrten Abiturzeugnisse übereichten, immer mit einem Händedruck und einem persönlichen Abschiedswort für jeden Schüler.

Musikalisch umrahmt wurde dieser erste Teil des ABI-Balls von Mitgliedern des Musikvereins St. Leon-Rot, die es verstanden, alle Anwesenden bereits zu Beginn der Veranstaltung in Feststimmung zu versetzen. Jennifer Dickersons ausdrucksstarke Stimme regte die Anwesenden mit Songs wie u.a. "A Fine Frenzy" und "Dear Mr. President" gekonnt zum Nachdenken und Träumen an. Am Klavier begleitete sie Hanna Mall, die Tochter von Nicolasa. Im gleitenden Übergang zum zweiten Teil des ABI Balls wünschte Benjamin Starke von der Bühne aus dem Lehrer Edwin Santner alles Gute zu seinem heutigen Geburtstag, worauf die Anwesenden im Saal in ein „Happy Birthday“ einstimmten. Die obligatorische Pause nutzten die Gäste zum Essen und für Gespräche, musikalisch unterhalten durch die Band „Up To Date“ aus Speyer.

Die Große Garde „Blau Weiß“ begeisterte die Abiturienten, ihre Eltern, Lehrer und Verwandte mit einem choreographisch ausgefeilten Feuerwerk an Bewegung und Charme. Ein Quiz schloss sich an: Lehrer gegen Lehrer, das ebenso kurzweilig wie aufschlussreich war. Lateinamerikanische Rhythmen in vollendeter Ästhetik tänzerisch umgesetzt, präsentierten eine Abiturientin mit ihrem Partner. Das berühmte Märchen vom Prinz Tausendschön regte immer wieder zum lachen an. Der Beitrag der diesjährigen Klassenlehrer Hans- Jürgen François, Brigitte Peter, Günter Pfeiffer und Bettina Sieber ließ so manchen Schüler und auch Lehrer aufhorchen, denn er/sie war gemeint. Auf dem Motto „Abiwatchers 08“ aufbauend, hatten die vier Frohnaturen eine Abschlussbesprechung der Weightwatchers entwickelt, in der humorvoll Fett- und Aktivpunkte verteilt wurden. Und weiter ging die Show: ein Spanischkurs regte das Publikum zum Mitsingen an, natürlich auf spanisch.

Mit einem Highlight begann die Show der Abiturienten des WG Wiesloch: die „Heidelberg Pipes & Drums“ zogen unter den Klängen der Hymne „Scotland The Brave“ in den Festsaal ein und gaben sehr akzentuiert einige schottische Melodien zum Besten.

Durch diesen unterhaltsamen Abend moderierten gekonnt, witzig, spritzig und niemals ermüdend Anja Huchthausen und Benjamin Starke.

Der nächste Beitrag schien den Gästen alles abzufordern: Schüler spielten Lehrer, die es zu erraten gab. Doch als nacheinander eine Dame die Frage „Any volunteer?“ stellte, ein etwas beleibter Herr mit seinem Rucksack inklusive Bärchen dran „Hallo Leute“ rief und ein anderer Herr mit einem Pflaster am Kopf erschien, war den meisten klar, dass es sich um Frau Treiber und die Herren François und Riemensperger handeln musste. Dass Jungs nicht nur Klassenclowns sein konnten, bewiesen einige Abiturienten durch graziös ausgeführte Tanzfiguren bis hin zu einem Spagat, was vom Publikum mit stehenden Ovationen belohnt wurde. 

Viel zu schnell ging dieser Abend zu Ende. Unter den Songs der Band „Up To Date“ leerte sich der Saal des Palatin nur sehr langsam: Viele Schülerinnen und Schüler wollten sich von ihren Lehrern persönlich verabschieden und manche Abschiedsträne floss…

Fs                                                                                      - alle Bilder lassen sich durch anklicken vergrößern -

Vertretungsplan
Seiten für Schüler
Seiten für Lehrer
Förderverein
Ehemalige
Schülerseiten
So finden Sie uns  

zur Startseite

E-Mail: Telefon: Fax: Gymnasiumstrasse 2

06222-3055200 06222-3055209 69168 Wiesloch
Impressum - Webmaster